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Von wegen deutsch-russische Eiszeit: Wanja aus Sibirien lernt in Oschatz

Von wegen deutsch-russische Eiszeit: Wanja aus Sibirien lernt in Oschatz

Stark unterkühlt ist auf höchster Ebene das Verhältnis von Kanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ein paar Etagen tiefer geht es entspannter zu: Der Schüler Ivan Shehus spürt nichts von der deutsch-russischen Eiszeit.

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Austauschschüler Ivan Shehus aus Angarsk, genannt "Wanja", lernt in Oschatz und Mügeln die deutsche Sprache. Die Härtwig-Schüler Helena Petzold, Tom Watzlawik (links), Laura Berger und Tom Lucas helfen ihm dabei.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz/Mügeln/Angarsk. Von christian kunze

 

Mit einer Zuckertüte wurde der 17-jährige Russe jetzt an der Oschatzer Oberschule Robert Härtwig willkommen geheißen. Drei Monate lang lernt "Wanja", so sein Rufname, in der 9. Klasse die deutsche Sprache kennen - und die Gepflogenheiten in Deutschland und an hiesigen Schulen.

 

Der Kontakt zu den Mitschülern und die herzliche Aufnahme bei seinem Gastvater in Mügeln haben schon dabei geholfen, dass Wanja gut angekommen ist. "Sein Vokabelheft füllt sich täglich, ja stündlich", sagt Klassenkameradin Helena Petzold. Und auch für die Härtwig-Schüler, bei denen die russische Sprache nicht auf dem Lehrplan steht, bedeutet der Besuch des jungen Russen einen Wissensgewinn. Der größte Unterschied zum Schulalltag in Angarsk, sagt Wanja, sei, dass in der Oberschule nicht in Blöcken, also 90-Minuten-Einheiten, gelehrt wird, und dass die Jungen und Mädchen im Unterricht keine Schuluniformen tragen. Ungewohnt ist auch die Zensurengebung für ihn. Denn in Russland ist die 1 die schlechteste, und die 5 die beste Note.

 

Die deutsche Sprache und Kultur wollte Wanja schon früh kennen lernen. Seit drei Jahren bemühte er sich um einen Platz im Austauschprogramm, bis es endlich klappte. Die Oschatzer Lehrerin Kornet Frohberg vermutet, dass die Metropolen Russlands bevorzugt werden. Wanjas Heimatstadt liegt mitten in Sibirien, die nächste Großstadt Irkutsk ist 50 Kilometer entfernt - und noch einmal 5000 Kilometer westlicher liegt die Hauptstadt Moskau.

 

Verglichen damit sind die Entfernungen in Deutschland winzig. Wanja möchte, gemeinsam mit seinem Gastvater Werner Jannack noch so viel wie möglich von Deutschland sehen. Denn, so der 17-Jährige, nach dem Abschluss der Schule möchte er gerne in Deutschland leben, studieren und arbeiten. Bis er in drei Monaten wieder nach Russland zurückkehrt, will er auf jeden Fall noch Berlin einen Besuch abstatten. Die Stadt Oschatz hat er bei einem gemeinsamen Rundgang mit den Schülern der Klasse 9b schon kennen gelernt.

 

Wenn die Neuntklässler der Robert-Härtwig-Schule in die Sommerferien starten, heißt es für sie Abschied nehmen von Wanja. Bis dahin, da sind sich Tom Lucas, Laura Berger, Toni Watzlawik und Helena Petzold einig, wird es noch einen "russischen Tag" geben, an dem landestypische Gepflogenheiten im Unterricht zelebriert werden.

Christian Kunze

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