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Vor zehn Jahren Land unter in der Region Oschatz

Vor zehn Jahren Land unter in der Region Oschatz

Die Kaninchen kamen angeschwommen. Das sagte am 13. August 2002 Sibylle Kühnert, die in der Breiten Straße in Oschatz wohnt.

 

Die Kaninchen kamen angeschwommen."

Das sagte am 13. August 2002 Sibylle Kühnert, die in der Breiten Straße in Oschatz wohnt. Für die Anlieger der Döllnitz und anderer Flüsschen in der Region Oschatz hieß es vor zehn Jahren Land unter. Besonders schlimm war das Hochwasser in Außig.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, es gibt Ereignisse, bei denen die Erinnerung nie verblasst. Die Flutkatastrophe im August 2002 gehört dazu. Niemand hatte im Vorfeld mit den schlimmen Folgen gerechnet. Das Wasser hatte in kürzester Zeit das Hab und Gut von vielen Menschen in der Region Oschatz zunichte gemacht.

In knapp drei Wochen jährt sich zum zehnten Mal dieses Ereignis. Wir wollen an das Jahrhunderthochwasser in der Region erinnern - in Form von Geschichten, Interviews und Zeitzeugenberichten. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Wie haben Sie die Tage der Flutkatastrophe erlebt? Welche Unterstützung haben Sie erfahren und welche neuen Freundschaften sind vielleicht entstanden? Wie hat sich Ihr Leben seither verändert? Welche schlimmen, aber auch schönen Geschichten haben Sie nicht vergessen? Besitzen Sie Fotos, die seitdem in der Schublade liegen? Oder ein Video, das die Welt sehen sollte? Oder sind Sie einer der vielen freiwilligen Fluthelfer?

Wir sind an Ihnen als Zeitzeuge und Ihren Geschichten interessiert. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, schreiben Sie Ihre Erinnerungen auf oder rufen Sie an, wenn sich ein Redakteur mit Ihnen in Verbindung setzen soll.

 

Hier die Kontaktdaten

Auf dem Postweg:

OAZ

Seminarstraße 2

04758 Oschatz

Per Telefon:

03435/97 68 10

Per E-Mail:

oschatz.redaktion@lvz.de

 

Wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Bereitschaft, mitzumachen, damit Geschichte und Geschichten für die Nachwelt erhalten bleiben.

Von Frank Hörügel

Oschatz. "Kampf gegen Hochwasser bis zur Erschöpfung" hieß die OAZ-Schlagzeile am Tag nach den verheerenden Regengüssen am 13. August 2002. Innerhalb eines Tages fielen in Oschatz 120 Liter Regen pro Quadratmeter - so viel wie noch nie. Döllnitz und Stranggraben verwandelten sich zu reißenden Flüssen.

 

 

 

Nach der Flut im August 2002 wurde im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung ein Hochwasserschutzkonzept für die Döllnitz erstellt. Von insgesamt 14 Schutzmaßnahmen, die direkt die Döllnitz betreffen, wurden laut Voigt bisher elf Maßnahmen realisiert. Wichtigstes Projekt: Ausbau der Talsperre Döllnitzsee. Denn hier können im Fall extremer Regenfälle eine halben Million Kubikmeter Wasser zusätzlich gespeichert werden, was die Döllnitz entlastet. Für eine Entlastung im Flutfall sorgt auch der Abriss von drei Wehren im Bereich Leuben und in Oschatz Höhe Zuckerfabrik. Neu gebaut oder saniert wurden Brücken in Leuben, in der Hofstraße, der Saalhausener Straße, der Kreischaer Straße, der Hermann-Scheibe-Straße und drei Brücken im O-Schatz-Park.

Auch mit Investitionen in das städtische Abwassersystem (Rückhaltebecken für Regenwasser), dem Bau einer Stützmauer an der Breiten Straße sowie dem Anheben des Weges zum Tierpark wurde für einen besseren Hochwasserschutz gesorgt.

Doch noch immer gibt es nach Angaben des Bauamtsleiters jede Menge zu tun. In Verantwortung der Landestalsperrenmeisterei müssten in Leuben das Flussbett der Döllnitz beräumt und ein Hochwasserschutzdamm oder eine Schutzmauer gebaut werden. Für den Mügelner Hasenbach fehlt ein Rückhaltebecken.

Doch nicht nur die Döllnitz wird bei Hochwasser zum reißenden Fluss. Auch der Stranggraben schwillt in diesem Fall gefährlich an. Um diese Gefahr zu mindern, müsste im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung ein Rückhaltebecken gebaut werden. Im Auftrag der Stadt Oschatz wurde bereits ein Rückhaltedamm zwischen dem Wüstem Schloss und Altoschatz errichtet. Offen ist noch der Bau einer Hochwasserschutzmauer entlang der Straße "Am Steinbruch". Laut Bauamtsleiter Voigt lehnt die Naturschutzbehörde diese Maßnahme jedoch ab. Es werde deshalb der Bau einer kürzeren Mauer geprüft. Zudem sollen die Altoschatzer Dorfteiche saniert und erweitert werden. "Der Ausbau der Teiche ist für 2015 geplant", so Voigt. In Mannschatz soll noch 2012 ein Entlastungsgraben zum Schutz vor wild abfließendem Wasser gebaut werden.

In Merkwitz kamen die Fluten 2002 von der B 6 her angeschossen. "Merkwitz sollte zukünftig durch einen Damm an der B 6 geschützt werden", erläuterte Voigt. Vier mögliche Varianten seien untersucht worden. Vorzugsvariante sei der Bau eines Rückhaltedammes südlich der Bundesstraße.

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