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Oschatz Vorbereitung für Kläranlage
Region Oschatz Vorbereitung für Kläranlage
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16:21 15.04.2014

Dafür vergaben die Mitglieder des Technischen Ausschusses Cavertitz in ihrer Sitzung am Montag die Aufträge.

Als Standort ist ein Grundstück am Ortsausgang Richtung Klötitz, rechts vor der Dahlebrücke vorgesehen. "Dort haben wir den Vorteil, dass das Grundstück bereits Eigentum der Gemeinde ist. Außerdem gibt es auf einer Seite bereits eine Böschung - das kommt den Plänen für die Kläranlage zugute", beschrieb Bauamtsleiterin Gabriele Kläber. Für das Areal ist nun unter anderem eine Eingriff- und Ausgleichplanung vorgeschrieben, bei der geprüft wird, ob und in welchem Maße Natur und Landschaft vom Bau berührt wird und wie die Einschnitte in den Pflanzenbestand ausgeglichen werden sollen. Das soll besonders unter Berücksichtigung der dort geltenden Schutzzone des Flora-Fauna-Habitats (FFH) durchgeführt werden. "Wie weit geht denn das FFH-Gebiet?", wollte Ausschussmitglied Volker Döring (Freie Wähler) wissen. Das Gebiet umfasse die Dahle sowie die Taschke auf einem Gebiet von 3,5 Hektar, erklärte Gabriele Kläber. Der Standort sei mit der unteren Wasserbehörde und der Naturschutzbehörde bereits abgestimmt. Den Auftrag für die Planung erhielt die Diplom-Ingenieurin Silke Melzer aus Elsterwerda für rund 3600 Euro.

Die Baugrunduntersuchungen vergaben die Mitglieder des Technischen Ausschusses an die Firma Reichert GmbH, ein Ingenieurbüro für Geotechnik aus Oschatz zum Preis von rund 3270 Euro. Und die Lage- und Höhenvermessungen wird das Vermessungsbüro Pleißner und Partner GmbH aus Oschatz für gut 1200 Euro durchführen. "Warum sind dafür drei verschiedene Leute beschäftigt", fragte Frank Hesse (FDP). Bürgermeisterin Gabriele Hoffmann (parteilos) erklärte, für alle Bereiche gebe es Fachleute, die darauf spezialisiert seien und sich mit den jeweiligen Gesetzmäßigkeiten auskennen.

Ein wichtiges Hindernis für den Bau der künftigen Ortskläranlage soll heute Abend außerdem der Sörnewitzer Kirchenvorstand aus dem Weg räumen. Dessen Mitglieder müssen das Leitungsrecht für die Verbindung vom Klärwerk zur rund 100 Meter entfernten Pumpstation einräumen. Das Flurstück zwischen beiden Punkten nämlich befindet sich in Kirchenhand. "Wird das Leitungsrecht abgelehnt, haben wir ein Problem", machte Gabriele Hoffmann deutlich, "dann müssten wir ein anderes Grundstück suchen, und das verteuert die ganze Angelegenheit." Schließlich müssten die Kosten, die beim Bau entstehen, auf die Bürger umgelegt werden. "Und diesen Vertrag versuchen wir, so günstig wie möglich zu halten", fügte sie hinzu.

Jana Brechlin

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