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Oschatz Vorsicht Stolperfalle: Seit Dezember drei Verletzte in der Oschatzer Goethe-Straße
Region Oschatz Vorsicht Stolperfalle: Seit Dezember drei Verletzte in der Oschatzer Goethe-Straße
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00:18 24.01.2016
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Oschatz

Ärger in der Goethestraße. „Lindeneck“-Gastwirt Ulf Jungnitz, seine Mitarbeiter und Bewohner bringt die Situation auf die Palme. Bei einem Vor-Ort-Termin konnte etwas Klarheit in das „Bild“ gebracht werden. Bei der Gestaltung des Innenhofes im vergangenen Jahr wurde durch den Eigentümer, die Oschatzer Wohnstätten GmbH, auch eine Aufstellfläche für die Feuerwehr mit Rasengittersteinen befestigt. Die führt bis an die Gaststätte und schließt mit einem etwa 15 Zentimeter hohen Absatz ab. Seit Dezember sind hier bereits drei Personen gestürzt und haben sich verletzt. Davon hat der neue Wohnstätten-Chef Marc Etzold jetzt erfahren. Kurz darauf gab es einen Vor-Ort-Termin.

Darauf haben Jungnitz und andere Bewohner schon gewartet. Die Stimmung unter den betroffenen Mietern ist schlecht. Sie fühlen sich von der Wohnungsgesellschaft übergangen.

„Im vergangenen Jahr wurden im Wohngebiet verschiedene Maßnahmen durchgeführt, unter anderem mit dem Ziel, den Verkehr im Wohngebiet zu beruhigen sowie die Außenanlagen ansprechender zu gestalten. Über diese Maßnahmen wurden die Mieter, auch über die Mieterzeitung informiert“, so Etzold. In diesem Zuge sei auch der direkt vor dem Haus liegende Weg zurück gebaut und eine Grünfläche angelegt worden. „Leider konnte die Maßnahme erst spät beendet werden, so dass eine Rasenansaat nicht mehr möglich war und zum jetzigen Zeitpunkt die Grünfläche noch nicht als Grünfläche wahrgenommen werden kann.“

Bestandteil dieser Grünfläche sei auch eine befestigte Fläche aus Rasengittersteinen, die als Aufstellfläche für die Feuerwehr entsprechend der geltenden Regelungen dient. „Diese Fläche ist mit einem Schild ,Feuerwehrzufahrt’ gekennzeichnet, durch Poller, die von der Feuerwehr im Notfall geöffnet werden können, abgesperrt“ – und stelle keinen Weg dar. Auf der anderen Seite befindet sich die betreffende Bordsteinkante, die von Art und Höhe den technischen Regelungen entspreche.

Für den Gaststätten-Inhaber Jungnitz bedeuten die Bauarbeiten, dass Lieferungen für ihn aufgrund eines weiteren Weges beschwerlicher werden. „Im Ergebnis des Ortstermins müssen wir feststellen, dass die Grünfläche offensichtlich als Abkürzung genutzt wird. Wir werden das Ende der Aufstellfläche, die durch die Bordsteinkante markiert wird, optisch hervorheben, um so eine bessere Wahrnehmung zu erreichen“, versprach Etzold.

Dietmar Schmidt von den Wohnstätten GmbH ergänzte: Was die gepflasterte Feuerwehrzufahrt betrifft, sei das „kein öffentlicher Weg“. Eine Straßenleuchte könne nicht angebracht werden. „Wer soll das bezahlen? Die Kosten müssten wir auf die Mieter umlegen“, so Schmidt.

Von einer anderen Entscheidung sind Dietmar Richter und die Bewohner der Goethestraße 3 betroffen. Hier wurde die Treppe des Hintereingangs einfach weggerissen. „Ohne mit uns zu sprechen.“ Es sei die einzige Treppe, die entfernt wurde. Niemand wisse warum. Richter hat gegen die Wohnstätten geklagt. Der Prozess läuft noch. Als die Häuser gebaut worden seien, hätten sich die Planer mit den Treppen am Hintereingang doch etwas gedacht. Als Argument für die Beseitigung der Treppe wurde ebenfalls Verkehrsberuhigung vorgebracht. Es habe Beschwerden über Lärm gegeben, also habe sich die Wohnstätten bemüht, dem Wunsch zu entsprechen, sagte Schmidt.

Von Gabi Liebegall

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