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Oschatz Vorsicht vor Gewerbeauskunftzentrale
Region Oschatz Vorsicht vor Gewerbeauskunftzentrale
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16:43 28.01.2013

de", die sich für die Erfassung gewerblicher Einträge verantwortlich fühlt. Zusammenfassend sagen Handwerker und Gewerbetreibende dazu: Abzocke. Und das wird in vielen Beiträgen im Internet bestätigt. Uwe Joite von der Straußenfarm in Thalheim und Schuhmachermeister Rocco Eichler lassen sich nicht so schnell hinters Licht führen. Sie haben sich sofort an die OAZ gewandt, um andere Menschen zu warnen, die möglicherweise ein solches Formular bekommen und es auch ausfüllen. "Der Basiseintrag: Name, Adresse, Telefon, Telefax, Info-Text, E-Mail, Internetadresse inklusive Verlinkung auf Ihre Homepage und einem integrierten, automatischen Routenplaner." Dafür sollen die Firmeninhaber jährlich 569,06 Euro zahlen. In einem "überarbeiteten" Formular steht ein monatlicher Beitrag von 20,90 Euro. Trotzdem verwirrt das, denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Absatz 6, stehen nicht nachvollziehbare Kosten. Die OAZ wandte sich mit diesem Problem an Dr. Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig: "Die GWE-Wirtschaftsinformationsgesellschaft mbH (Gewerbeauskunft-Zentrale) ist uns bekannt. Wir stehen in dieser Angelegenheit in engem Kontakt mit dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität. Erst im Dezember 2012 erklärte das Landgericht Düsseldorf in einem Urteil die Rechnungsstellung und Mahntätigkeit der GWE-Wirtschaftsinformationsgesellschaft mbH für wettbewerbswidrig." Die IHK zu Leipzig rät betroffenen Unternehmern weiterhin, sich nicht zur Zahlung nötigen zu lassen, sondern ein vermeintliches Vertragsverhältnis wegen arglistiger Täuschung anzufechten und vorsorglich zu kündigen. "Hinsichtlich unseriöser Eintragungsofferten können wir nur immer wieder appellieren, derartige Angebote genauestens unter die Lupe zu nehmen und im Zweifel - zum Beispiel bei einem exotischen Firmensitz oder einem fehlenden Impressum - keine Unterschrift zu leisten", so Hofmann. Bei Eingang unseriöser Schreiben könnten Betroffene neben der IHK auch den entsprechenden Berufsverband, die Polizeidienststelle oder den Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität informieren. "Wer Opfer eines Irrtums geworden ist, sei es durch Zahlung oder Unterschrift, sollte sich schnellstmöglich an seine Hausbank wenden und versuchen, die Überweisung zu stornieren." Im Zweifel solle sich das Unternehmen anwaltlicher Hilfe bedienen. Die IHK zu Leipzig warnt aktuell auch vor dem Abschluss von Verträgen mit dem angeblichen "Regionalen Branchendienst Leipzig" bezüglich eines angeblich kostenfreien Grundeintrages in dieses Verzeichnis. Eine Veröffentlichung wurde für den 1. Januar 2013 in Aussicht gestellt. Im Kleingedruckten wurde ein Betrag von 799 Euro für die Kontaktdaten eingefordert, den man mit Ausfüllen des Fax und geleisteter Unterschrift vertraglich eingeht. Das ist unseriös. Der Betreiber hat seinen Sitz im zypriotischen Nikosia.

Gabi Liebegall

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