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Oschatz Wachtel-Winzlinge sind Stars der Oschatz Geflügelschau
Region Oschatz Wachtel-Winzlinge sind Stars der Oschatz Geflügelschau
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18:13 15.01.2012
Die Züchter Volkhardt Gaitzsch und Harald Asse präsentieren ihre ausgezeichneten Tiere Oberbürgermeister Andreas Kretschmar und Volkmar Krüger (v.l.), der seine Halle für die Schau zur Verfügung stellt. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

"Wie viele Wachteleier entsprechen einem Straußenei?" wollte Harald Asse wissen. Mit dieser Frage konnte der Geflügelzüchter die Besucher am Wochenende eine ganze Weile beschäftigen. Vor allem die Jüngsten rätselten eifrig mit. Die Oschatzer Geflügelzüchter konnten fast schon einen Ansturm von Kindern bei ihrer Ausstellung verzeichnen. "Seit Jahren haben wir uns bemüht, den Nachwuchs hierher einzuladen, und dieses Jahr waren alleine am Freitag über 120 Mädchen und Jungen aus Kindergärten und Grundschulen hier", freute sich Harald Asse, der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Oschatz.

Gerade für die jüngsten Besucher hatten sich die zehn Vereinsmitglieder und ihre Helfer einiges einfallen lassen: Neben einer Tombola waren es vor allem das Minipferd von Achim Görner und die gerade einmal drei Tage alten winzigen Wachtelküken von Harald Asse, die für Begeisterung sorgten. Ganze Schulklassen drängten sich zeitweilig um die Käfige in der Halle des ehemaligen Gasgerätewerkes. "Das Interesse von den Kindereinrichtungen freut mich sehr", sagte Staatsminister Frank Kupfer, der die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen hatte. Es sei wichtig, die Jugend an das Thema heranzuführen. "Denn obwohl wir in einer ländlichen Region leben, hat kaum mehr einer Ahnung von der Landwirtschaft."

Wie vielfältig allein die Geflügelzucht sein kann, zeigte die Ausstellung am Wochenende sehr gut. Neben Puten, Enten und Gänsen waren auch verschiedene Hühner und sogar Brieftauben zu sehen. Beim Aufbau der Zucht unterstützen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig und versorgen sich auch mit Hilfe anderer Vereine oder übers Internet mit neuen Tieren oder befruchteten Eiern, so Asse. Grundsätzlich sei das Hobby kein Selbstläufer, räumte er ein. "Das macht viel Arbeit, aber mindestens ebenso viel Spaß." Vor allem, wenn Zuchterfolge Preise abräumen oder für gutes Geld verkauft werden, sorge das für Motivation.

Vereinsmitgliedern, die Tiere verkaufen wollen, rät Harald Asse, es auf der Leipziger "Lipsia" zu versuchen. Zwerghühner könnten dort schon mal für 100 Euro den Besitzer wechseln, und besonders edle Tauben seien sogar für 1000 Euro verkauft worden, weiß der Vorsitzende. Der Star der Oschatzer Schau war eine schwarze Kingtaube, der die Preisrichter das Prädikat "Bestes Tier der Schau" verliehen haben. Nicht ohne Stolz verwies Asse auf die gefiederte Schönheit - schließlich stammt diese aus seiner Zucht.

Besuchern und neuen Mitgliedern gibt Harald Asse gerne Tipps. Zum Beispiel, dass Zwerghähne nichts für Leute sind, die nah beim nächsten Nachbarn wohnen ("das sind richtige Schreihälse") oder das Laufenten sich auch im Bräter gut machen ("für zwei Leute ist das ein top Mittagessen"). Und dann verrät er auch, wie viele der winzigen Wachteleier einem stattlichen Straußenei entsprechen: 137 nämlich. "Und bei Hühnereiern sind es 26", sagt er noch.

Jana Brechlin

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