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Wachwechsel bei den Oschatzer Türmern: Alexander Nitsche löst Ulrich Uhlitzsch ab

Förderverein „Rettet St. Aegidien“ Wachwechsel bei den Oschatzer Türmern: Alexander Nitsche löst Ulrich Uhlitzsch ab

Nach zehn Jahren ist Schluss: Ulrich Uhlitzsch beendet seine Tätigkeit als Türmer der St.Aegidienkirche. Seine Nachfolge tritt einer an, der das Amt schon einmal hatte: Alexander Nitsche. Um die Öffnungszeiten abzusichern, sind rund 40 Männer und Frauen im Einsatz. Die Türmerwohnung besuchten 2015 knapp 5000 Gäste.

Der bisherige hauptamtliche Türmer Ulrich Uhlitzsch (l.) und sein Nachfolger Alexander Nitsche in der Türmerstube auf St. Aegidien.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Der Neue ist kein Unbekannter: Alexander Nitsche löst Ulrich Uhlitzsch als hauptamtlicher Türmer auf der St. Aegidienkirche ab. Nitsche hatte das Amt bereits einmal inne – im Jahr 2011 war das, unterstützt von Barbara Mark, die ihm auch jetzt zur Seite steht.

Türmer zu sein, das sei für ihn eine „Herzensaufgabe“, gleiches gilt für seinen Vorgänger, der jetzt Bilanz zog: 4879 Besucher erlebten 2015 den Blick über Oschatz, 1138 davon waren Kinder. Das sind zwar weniger Gäste als im Vorjahr (4066 Erwachsene,1686 Kinder), aber das Spendenaufkommen zugunsten der Kirche und ihrer Erhaltung blieb etwa gleich.

Unterstützt wird der Türmer, für den es auch ein eigenes Kostüm gibt, von 35 ehrenamtlich tätigen Männern und Frauen – dem Türmerteam, welches die Öffnungszeiten auch an Wochenenden und Feiertagen absichert. Im zurückliegenden Jahr waren sie bei 200 solcher Einsätze insgesamt 750 Stunden auf dem Südturm – mehr Zeit als 2014. Höhepunkt des Türmerjahres war der Besuch befreundeter Türmer und der Austausch über die jeweilige Arbeit (wir berichteten). Ein Gegenbesuch soll in diesem Jahr folgen. Als Glücksfall habe sich der 2,50 Meter große Aufsteller mit Ulrich Uhlitzschs Konterfei an der B6 am Busbahnhof erwiesen. „Uli ist unser Aushängeschild, wir freuen uns, dass er, trotz seines Rückzugs aus gesundheitlichen Gründen, dem Verein erhalten bleibt“, sagte der neue Vereinsvorsitzende Berthold Zehme.

Berthold Zehme gab einen Einblick in die Statistik. Der Verein zählt 239 Mitglieder und 162 Freunde und Unterstützer. Auf dem Konto gingen vergangenes Jahr 72 Spenden aus Oschatz ein, weitere 26 aus den neuen, sowie 63 aus den alten Bundesländern. Haben sich die Mitglieder 2015 beim Stadt- und Vereinsfest beteiligt, werden sie dies dieses Jahr bei der zweiten Kleinen Gartenschau tun – dort gibt es einen „Tag der Oschatzer“ – das Stadt-und Vereinsfest, nur eine Nummer kleiner (Zehme: „Das ist ein Muss“).

Untrennbar mit dem Verein verbunden ist der Oschatzer Musikherbst. Dessen Organisator Lutz Naake sieht in der Veranstaltungsreihe eine „Tochtergesellschaft“. Das zurückliegende Jahr bot zwar nur ein Konzert, aber das war laut Naake „ein absoluter Knaller“: Die bundesweit bekannte Band „Die Prinzen“ gastierte im Rahmen ihrer Kirchentour im September in der St.Aegidien. „Das Haus war mit 600 Zuschauern restlos voll. Wir hätten gern mehr reingelassen, aber dann wäre kein Platz mehr für die Technik gewesen“, so Naake. Dieses Jahr können sich Musik-Freunde den 25. September notieren, dann ist ein Konzert für Orgel und Trompete geplant, ferner den 29. Oktober, dann singen die Kantoreien des Kirchenbezirks Leisnig-Oschatz gemeinsam in der Oschatzer Stadtkirche.

Die Vereinsgründung vor 25 Jahren soll gefeiert werden. Die vorgesehenen Aktionen lassen sich mit drei Mal B zusammenfassen: Eine Rückschau in Bildern, eine besondere Beleuchtung der Kirchtürme sowie Artistik eines Balancekünstlers zwischen den Türmen. Während Bilder und Beleuchtung vom 6. bis 8. Mai geplant sind, wird die Beleuchtungsaktion aus Termingründen erst vom 30. September bis 2. Oktober möglich.

Eine weitere Werbe-Aktion strebt der Vereun mit der Döllnitzbahn GmbH an: Hinweise auf die Türmerwohnung am Südbahnhof und in den Waggons des „Wilden Robert“.

Von Christian Kunze

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