Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Waggons aus Eichen für Wilden Robert
Region Oschatz Waggons aus Eichen für Wilden Robert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:35 29.03.2013
Anzeige
Oschatz/Mügeln

[gallery:600-30184253-1]

Der Förderverein Wilder Robert hat das Holz geordert und will damit ausgediente Reichsbahn-Waggons wieder originalgetreu aufbauen.

"Unser Ziel ist es, einen historischen Reichsbahnzug aufzubauen. Wir haben jede Menge alte Waggons in unserem Bestand", sagt Lutz Haschke, Prokurist der Döllnitzbahn und Vizechef des Fördervereines Wilder Robert. Zum Wagenpark der Döllnitzbahn und des Vereines Wilder Robert gehören etwa drei Dutzend Waggons der Baujahre 1910 bis 1930. Die meisten Waggons sind allerdings derzeit nicht betriebsbereit.

Nun sollen drei Personenwaggons wieder in den Originalzustand wie zu ihrer Bauzeit in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts versetzt werden. "Die Eichen sollen für das Fachwerkgerüst, für den Aufbau der Wagenkästen verwendet werden", sagt Haschke.

"Das ist ordentlich gewachsenes Holz", zeigt Jan Petersen auf einen neun Meter langen Stamm, der in seiner Mitte einen Durchmesser von 58 Zentimetern hat. Das Alter der Eiche schätzt der Revierförster vom Staatsbetrieb Sachsenforst auf 180 bis 200 Jahre. Im Auftrag der Stadt Oschatz betreut Petersen den Stadtwald, der sich auf einer Fläche von 150 Hektar erstreckt. "Ich bin froh, dass das Holz für die Waggons aus der unmittelbaren Umgebung kommt und nicht sonst wo gekauft wird", sagt der Förster. Das sei ganz im Sinn einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Insgesamt 16 Festmeter Eichenholz kauft der Förderverein Wilder Robert der Stadt Oschatz ab, die gleichzeitig Mitglied im Zweckverband Döllnitzbahn ist. "Das ist ein ganz normaler Holzverkauf", sagt Anja Seidel, Pressesprecherin der Stadt. So wie im Frühling des vergangenen Jahres, als die Stadt Oschatz schon einmal Eichenstämme in der Region verkauft hat - damals an die Gemeinde Liebschützberg. Die Kommune will mit dem Holz die historische Bockwindmühle auf dem Liebschützberg sanieren (wir berichteten).

Bis der erste, mit Eichenholz aus dem Oschatzer Stadtwald restaurierte Reichsbahnwaggon auf den schmalen Gleisen zwischen Oschatz und Mügeln rollt, wird aber noch einige Zeit vergehen. Das Eichenholz soll jetzt erst einmal in den Mügelner Stadtteil Wetitz, ins Sägewerk Silbermann transportiert werden und dort nach den Wünschen des Fördervereines zugeschnitten werden. "Und trocken muss das Holz sein. Bis wir richtig loslegen können, werden wohl noch zwei Jahre vergehen", dämpft Lutz Haschke die Erwartungen der Schmalspur-Fans. Frank Hörügel

Frank Hörügel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Stell dir vor, es ist Pflanzzeit, aber Ende März ist der Boden so hart gefroren, dass kein Spaten in ihn einzudringen vermag. Eine Situation, wie sie derzeit in Mitteleuropa vorherrschend ist und wie es sie seit Beginn der Wettermessungen noch nicht gegeben hat.

29.03.2013

"Wir haben eine leichte Frühjahrsbelebung - trotz des Wetters", schätzt Marlies Hoffmann-Ulrich den Arbeitsmarkt im März ein. Die Leiterin der Arbeitsagentur Oschatz verkündete am Donnerstag die Zahlen für den zu Ende gehenden Monat.

29.03.2013

Geldsegen für das "Mutter Kind-Projekt" des Kinderheims Borna: Die Evangelische Jugendhilfe Obernjesa freut sich über 999 Euro. Die Spende stammt aus dem Erlös der Box-Gala in Oschatz, die der SV Roland Belgern und das Mercedes Gruma-Autohaus gemeinsam am 23. März veranstaltet hatten (wir berichteten).

29.03.2013
Anzeige