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Wahl von Michéle Picard beendet Eiszeit zwischen Oschatz und Venissieux

Wahl von Michéle Picard beendet Eiszeit zwischen Oschatz und Venissieux

Die Stadt unterhält offiziell derzeit Beziehungen zu fünf Partnerkommunen in Europa. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar informierte bei der vergangenen Beratung die Stadträte über die - unterschiedlich - engen Beziehungen.

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Michèle Picard gewann am vergangenen Sonntag die Kommunalwahl.

Quelle: privat

Oschatz. Von Hagen Rösner

 

 

Die Stadt Venissieux in der Nähe von Lyon ist die westlichste Partnerstadt. Schon seit 1964 gibt es Kontakte zwischen Oschatz und der etwa 60 000 Einwohner zählenden Stadt in Frankreich. "Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam das 50-jährige Jubiläum feiern können. Die Beziehungen sind im Moment etwas auf Eis gelegt, weil es in Venissieux derzeit weder einen Stadtrat noch einen Bürgermeister gibt, weil es einen Widerspruch zur Wahl gegeben hat", informiert Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

 

Das war Ende der vergangenen Woche. Inzwischen ist klar, Oberbürgermeister Kretschmar kann an die partnerschaftlichen Beziehungen mit der Venissieuxer Bürgermeisterin Michèle Picard von den Linken anknüpfen. Peter Streubel, Fraktionschef der Linkspartei im Oschatzer Stadtrat, kennt den Hintergrund der Entwicklungen in Frankreich: "Ein Jahr nach der Wiederwahl wurde die langjährige Bürgermeisterin Michèle Picard und gleich der gesamte Stadtrat mittels Wahlanfechtungen aus dem Amt gedrängt und ein dritter Wahlgang für die Kommunalwahl angesetzt. Am Wochenende wurde gewählt. Da erhielten Michèle Picard und ihre Liste souverän 42,85 Prozent der Stimmen." Glückwünsche von Oberbürgermeister Kretschmar an seine Amtskollegin in Frankreich dürften in Kürze folgen. In der Vergangenheit gab es gute Beziehungen zwischen dem Lyceum von Venissieux und dem Thomas-Mann-Gymnasium. "Allerdings hat die Sprechbarriere die partnerschaftlichen Beziehungen immer etwas gebremst", räumt Kretschmar ein.

 

Seit 1988 existieren Kontakte nach Tschechien - in die Stadt Trebic. "Dort gibt es ein anderes Wahlsystem als hier in Deutschland. Dort wurde bisher mit jeder Wahl eigenartigerweise ein anderer Bürgermeister gewählt. Dabei wechselt nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die gesamte Leitungsebene. Dies bedeutet, dass wir jedes mal neue Ansprechpartner finden müssen und neue Kontakte knüpfen müssen", so Kretschmar. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres amtiert Bürgermeister Pavel Janata in Trebic. "Wir sind in brieflichen Kontakt. Und ich denke, dass wir uns in diesem oder im kommenden Jahr treffen", so der Oschatzer.

 

Die jüngste Partnerschaft hat Oschatz mit der Landgemeinde Starogard Gdanski. Das ist eine kleine Gemeinde südlich von Danzig in Polen. Die Partnerschaft wurde im Jahr 2000 gegründet. "Durch die große Entfernung und die Sprache gibt es keine Beziehungen zwischen Vereinen. Zwischen einigen Unternehmern gibt es Kontakte, obwohl die Besuche und Gespräche immer sehr herzlichen waren, hat das in der eigentlichen Arbeit nicht gefruchtet", erinnert sich Kretschmar. Hier ist schon seit vielen Jahren Stanislaw Polom Bürgermeister. "Er ist schon mindestens so lange Bürgermeister von Starogard Gdanski wie ich hier in Oschatz das Amt inne habe", sagt Kretschmar.

 

Inoffizielle Partnerstadt ist Klodawa in Polen. "Wir haben gute Beziehungen, aber es gibt keinen Partnerschaftsvertrag. Hier gibt es eine lose, aber lebendige Freundschaft besonders im Bereich Jugendstadtrat, der Lebenshilfe, Jugendfeuerwehr und Fechtverein. Den neuen Bürgermeister Robert Olejniczak kennen ich nicht persönlich", so Kretschmar.

 

Die beiden Oschatzer Partnerstädte in Deutschland sind Blomberg und Filderstadt.

Hagen Rösner

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