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Oschatz Waldjugendspiele im Wermsdorfer Wald
Region Oschatz Waldjugendspiele im Wermsdorfer Wald
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00:32 09.06.2018
Die Kinder vom Oschatzer „Collmblick“ mit ihrem Kunstwerk aus Waldmaterial. Quelle: Jana Brechlin
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Wermsdorf

Nach neun Spieltagen mit insgesamt 1000 Kindern sind die diesjährigen Waldjugendspiele des Forstbezirkes Leipzig im Wermsdorfer Wald zu Ende gegangen – zum 20. Mal in Folge im Sachsenforst. Am Kirchenteich lernten dabei Grundschüler aus Oschatz und Grimma mehr über den Wald und seine Funktionen.

Rund 1000 Kinder haben dieses Jahr an den Waldjugendspielen im Forstbezirk Leipzig teilgenommen. Ihren Abschluss fanden die Wettbewerbe jetzt im Wermsdorfer Wald.

Zuvor mussten dafür alle Schäden, die das Sturmtief „Friederike“ im Januar hinterlassen hatte, beseitigt werden. Nicht überall war das gelungen: Im Forst in Colditz konnten dieses Jahr keine Waldjugendspiele stattfinden, lediglich das Oberholz in Großpösna und der Wermsdorfer Wald blieben Austragungsorte. Doch auch hier waren die Auswirkungen der Sturmschäden zu spüren, denn einige der Revierförster und Forstmitarbeiter, die sonst ebenfalls Stationen betreuten, hatten im Wald alle Hände voll zu tun.

„Wir freuen uns deshalb besonders, dass erstmals zwei Stationen durch Helfer vom Geopark Porphyrland abgesichert werden“, sagte Forstbezirksleiter Andreas Padberg. Der Präsident des Vereins Geopark Porphyrland Dr. Gerhard Gey war selbst vor Ort und lud die Kinder ein, bald mit ihren Eltern wieder in den Wald zu kommen. Außerdem unterstützten das Landesamt für Schule und Bildung, die Polizeidirektion Leipzig und die Unteren Forstbehörden sowie Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres die Waldjugendspiele. „Alleine könnten wir das im Sachsenforst nicht stemmen“, räumte Padberg ein.

Neben Waldwissen und Geschick war in diesem Jahr auch die Kreativität der Kinder gefragt, denn Sebastian Kuntzsch von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte einen eigens angefertigten Rahmen aus Fichte dabei, dem die Schüler ein Bild verpassen sollten. Mit Materialen, die im Wald gesammelt werden sollten, gestalteten die Drittklässler aus der Oschatzer Grundschule „Collmblick“ dort eine Landschaft, die anschließend fotografiert wurde und später Teil einer Sammlung wird. Am sonnigen Waldrand testete die nächste Gruppe Steine auf ihren Kalkgehalt und bestimmte ihre Fundstücke. „Das macht ganz viel Spaß und wir lernen alle etwas dabei“, sagte Tara aus Oschatz und ihre Mitschülerin Josi ergänzte: „Die Leute hier sind nett und erklären uns alles.“

An den Tastboxen galt es, Rinde, Zapfen, Blätter oder Tierknochen zu erfühlen – was die Grundschüler ohne zu zögern und sehr genau taten. „Die Kinder kennen sich ganz gut aus“, lobte Helfer Bernd Richter, „nur manchmal muss man einen kleinen Tipp geben.“ Das dürfte den Landtagsabgeordneten Frank Kupfer (CDU) als ehemaligen Forstminister freuen. Er setzt nämlich auf die jüngere Generation als Wissensvermittler und Werber für den Wald: „Wir brauchen die Kinder, um die Erwachsenen erneut für den Wald zu begeistern. Das, was die Kleinen heute hier lernen, sollen sie zuhause an die Großen weitergeben.“ Und dann am besten gemeinsam wiederkommen, hoffte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU). „Unser Wald ist der schönste und Waldgebiet des Jahres 2018. Hier gibt es viele spannende Dinge zu entdecken“, lud er ein.

Von Jana Brechlin

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