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Oschatz Waldjugendspiele in Oschatz: Schüler schwingen die Hämmer
Region Oschatz Waldjugendspiele in Oschatz: Schüler schwingen die Hämmer
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12:16 10.05.2017
Geschick ist gefragt, wenn die Nägel eingeschlagen werden. Insgesamt testen die Kinder ihr Wissen und Können an zehn Stationen.   Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

 Die Waldjugendspiele kommen in diesem Jahr nach Oschatz: Anlässlich der Kleinen Gartenschau wird der Wettbewerb für Grundschüler im Stadtpark veranstaltet. Den Auftakt machten am Mittwoch 90 Mädchen und Jungen aus der Grundschule Zum Bücherwurm, am Donnerstag sind Kinder aus Mutzschen, Calbitz und der Magister-Hering-Schule zu Gast. Insgesamt nehmen 5000 Dritt- und Viertklässler aus ganz Sachsen überall im Freistaat an diesem Tag teil, im Forstbezirk Leipzig sind es rund 900.

„Ihr werdet ganz viel Neues entdecken“, versprach Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) den Schülern zum Auftakt. Schließlich sei dafür der Wald ein idealer Ort. Er freue sich sehr, dass die Veranstaltung zur Kleinen Gartenschau stattfindet, sagte er. Immerhin seien es vor allem die Kinder und Jugendlichen, denen man die Natur näherbringen wolle. Auf den Wissensdurst der Grundschüler setzte auch CDU-Landtagsabgeordneter Frank Kupfer: „Wir brauchen euch, weil viele Erwachsene nicht mehr wissen, wie man sich im Wald verhält“, wandte er sich an die Teilnehmer. „Passt gut auf und gebt das an die Erwachsenen weiter.“

Möglich wurde die zweitägige Veranstaltung in Oschatz dank der Unterstützung verschiedener Partner wie Polizei, Untere Forstbehörde oder Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie mit Hilfe von Förstern, Forstarbeitern oder Lehrlingen des Sachsenforsts. Padberg hatte die Waldjugendspiele stilecht mit Jagdsignalen aus dem Horn eröffnet. Er erklärte, dass sich die Menschen früher damit traditionell zur Jagd verständigt haben: „Wenn man sich damals verabreden wollte, hat man sich keine WhatsApp geschickt, sondern Jagdsignale.“ Zwei Tage lang sei das Motto in Oschatz nun „Raus aus dem Klassenzimmer und rein in den Wald“. Auch über die Waldjugendspiele hinaus sind Schulen, Kitas und Horteinrichtungen eingeladen, die Angebote zur Kleinen Gartenschau anzunehmen. „Dass unsere Einrichtungen das auch nutzen, freut mich sehr“, lobte Andreas Kretschmar.

Unter Anleitung der Forstmitarbeitern entdeckten die Kinder im Stadtpark Tiere und Pflanzen des Waldes, testeten ihre Kraft beim Holztransport oder nahmen das Werkzeug der Waldarbeiter unter die Lupe. Oliver Fritzsche von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sah das mit Wohlwollen. „Wir pflanzen zwar auch viele Bäume, unser wichtigstes Anliegen ist es aber, Kindern und Jugendlichen Wissen zum Wald zu vermitteln“, unterstrich er. Das gelang leicht, vor allem auch durch den anschaulichen Unterricht und viele praktische Übungen. Und bei der Frage nach dem gefährlichsten Tier, dem man bei den Waldjugendspielen begegnen könnte, hatte Julia Grote vom Forstbezirk Leipzig die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kinder sicher: Nein, das ist weder Wolf noch Bär, sondern die Zecke. „Deshalb lautet die Hausaufgabe für euch am Abend: Vor dem Duschen oder Baden mit Hilfe der Eltern euch gründlich nach Zecken absuchen“, sagte sie. Wird erledigt.

Tipps gegen Zecken finden Sie in unserem Artikel.

Von Jana Brechlin

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