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Oschatz Was Hähne und Politik gemeinsam haben
Region Oschatz Was Hähne und Politik gemeinsam haben
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19:27 25.05.2014

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Dieser ließ am Sonntagmorgen über 50 Hähne im Pfarrhof um die Wette krähen. Beginn des Spektakels war pünktlich zur Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr. Es kann also kein Luppaer behaupten, den Urnengang verschlafen zu haben.

Geweckt wurden die Bürger von 54 Hähnen aus dem Ort, aus Oschatz, Mügeln, Mutzschen und der Gemeinde Naundorf. Aus den dortigen Vereinen brachten Züchter und Züchterinnen ihre Tiere zum zweiten Wettstreit dieser Art. "Wir haben uns das von Köllmichen abgeschaut und zur 800-Jahr-Feier eine gelungene Premiere erlebt", sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Harald Werner. In diesem Jahr feiern die Luppaer Züchter ihr 50-jähriges Bestehen. "Deshalb haben wir angestrebt, mindestens 50 Hähne miteinander in Konkurrenz treten zu lassen", so Werner weiter. Und, das hat ja dann gestern auch bestens funktioniert.

Wer glaubt, ein Hahn kräht wie der andere, der irrt. So waren in den Käfigen solche zu finden, die unablässig Laute von sich gaben und andere, die kein einziges Mal "Kickeriki" schrien. Gezählt werden die "Anschläge" innerhalb einer Stunde, also wie oft ein Gockel in 60 Minuten kräht. "Der absolute Rekord liegt bei 212 Anschlägen", weiß Harald Werner. So oft schaffte es am Sonntagmorgen im Pfarrhof kein Tier. Der Sieger kam jedoch sehr nah an diese Bestmarke und ließ damit die 53 Konkurrenz-Kräher weit hinter sich. Stolze 197 Mal schrie der Hahn von Klaus Bindig aus Mutzschen. "Ein echter Glückstreffer", freute sich der Sieger. Und ein Schnäppchen noch dazu. Für fünf Euro hat Bindig seinen Hahn einst gekauft - nachdem sein Vorgänger eines Morgens aus dem Stall verschwunden war, vermutlich von einem fiesen Fuchs geholt.

Gäbe es einen Preis dafür, dass ein Hahn eine Stunde lang den Schnabel hält, so hätten den gleich sechs Züchter abgeräumt. Bei so vielen Tieren stand nach einer Stunde noch kein einziger Strich auf der Liste der notierten Laute. Woran das liegen könnte, erklärt der Luppaer Züchter Volkmar Beier: "Manch ein Hahn wird samt Käfig nach langer Zeit im Stall auf saftiges grünes Gras gesetzt. Das schmeckt dann natürlich besonders gut und statt zu krähen wird gerupft und gefuttert, was das Zeug hält."

Die Ergebnisse der gestern durchgeführten Wahlen sind dem Luppaer Federviechern wohl herzlich egal. Eines jedoch hat das Krähen mit der Wahl gemeinsam: Wer am längsten und lautesten schreit, der gewinnt meistens.

Christian Kunze

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