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Oschatz Was macht eigentlich Wilhelm Osterloher
Region Oschatz Was macht eigentlich Wilhelm Osterloher
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16:44 23.03.2012
Wilhelm Osterloher im Garten in Schweta. Hier fühlt er sich im Sommer am wohlsten. Im Winter ist sein Rückzugsort der Wintergarten. Quelle: Dirk Hunger

"Ich habe den Absprung geschafft und bin gelandet, aber Gott sei Dank nicht in einem großen, tiefen Loch", so der Senior.

Egal ob im Lions-Club, den er heute zu einer Baumpflanzaktion nach Falkenberg begleitet, mit seinem Wirken im Förderverein Sächsische Landesgartenschau in Oschatz oder dem Sitz im Mügelner Stadtrat: Die gesellschaftlichen Aktivitäten Osterlohers sind vielseitig. Einen Terminkalender hat er nach wie vor. "Und jetzt ist es da auch einfacher, zwischendrin mal eine Lücke zu finden als noch vor fünf Jahren", sagt der Schwetaer. Bis zum Jahr 2006 leitete der Wahl-Sachse den Marktkauf in Oschatz. Dass er dort positiven Eindruck hinterlassen hat, merkt er noch heute, dann allerdings als Kunde. "Wenn ich einkaufen bin, und die Mitarbeiter sehen mich, dann grüßen sie ganz locker mit einem ,Hallo, Chef!´", sagt er und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Nach Abschluss seines Berufslebens brachte er sich als einer der ersten in der Mügelner Stadtmarketinginitiative ein.

Neben fünf Jahren Ruhestand feiert der Schwetaer in diesem Jahr ein weiteres "Jubiläum". Vor 20 Jahren kam er mit seiner Frau aus Bayern nach Sachsen. Seine Heimat, das ist Schweta, bekennt er, da gebe es gar keine Diskussion. "Wenn ich von einem Ausflug nach Regensburg hierher zurückkomme, dann komme ich nach Hause und freue mich auch darauf", sagt er.

Wenn der 65-Jährige nicht in seinem großen Garten samt Teich in der Siedlung in Schweta anzutreffen ist in der jetzt beginnenden warmen Jahreszeit, dann sicherlich irgendwo zwischen Mügeln und dem Wermsdorfer Wald. Nordic Walking, dreimal pro Woche und stets mit Begleitung, das gehört zu, Alltag im Ruhestand für Wilhelm Osterloher. "Ich bin ein Freiheitsliebender, war es schon immer, und deshalb habe ich auch alles erreicht, was ich wollte, aber noch längst nicht alles gesehen." Zu den Reisezielen, die noch ganz oben auf seiner Wunschliste stehen, gehört Kanada.

Kürzer, aber nicht immer leichter ist der Weg zu seiner Mutter, in die Heimat nach Bayern. Sie ist 97 Jahre alt und lebt in einem Heim. "Wir telefonieren jeden Sonntag, nach dem Mittagessen und besuchen sie, so oft es eben geht. Das ist einfach Pflichtprogramm", berichtet er. "Da bin ich dann auch ein wenig Seelsorger", verrät er und lässt nicht unerwähnt, dann auch mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert zu werden. Genau das Gegenteil erlebt er, wenn er die Enkelkinder um sich hat. Emil, Thea und Clemens sehen den Opa das nächste Mal zum Osterfest wieder.

Gelesen hat er 2011 noch mehr als vorher. Alt-Bundeskanzeler Helmut Schmidt gehört zu seinen Favoriten, im Regal stehen auch Reiseberichte und Thilo Sarrazins Bestseller "Deutschland schafft sich ab".

Christian Kunze

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