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Wasser aus dem Hahn schlägt Mineralwasser

Wasser aus dem Hahn schlägt Mineralwasser

Wasserhahn auf, Hände zur Schale geformt und losgeschlürft. Das ist zu Hause die einfachste und billigste Methode, seinen Durst zu löschen.

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Erfrischend und reich an Mineralien - zu lange in der Leitung sollte das Trinkwasser allerdings nicht stehen.

Quelle: Oewa

Region Oschatz. "Unser Trinkwasser in Deutschland ist das am besten untersuchte Lebensmittel, das wir haben", sagt Dr. Birgit Rehlender von der Stiftung Warentest. Solche Worte gehen Hans-Jürgen Gemkow, der die Geschäfte des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz führt, runter wie - sagen wir ausnahmsweise mal - wie Wasser.

Gerade jetzt, in der warmen Jahreszeit, stehen Durstlöscher hoch im Kurs. Und vieles spricht tatsächlich dafür, statt Mineralwasser aus dem Supermarkt einfach Leitungswasser zu trinken. Es wird strenger reguliert und kontrolliert als das Wasser in Flaschen. Zur einwandfreien Qualität kommt der Spareffekt hinzu: Für 1000 Liter Trinkwasser müssen im Versorgungsgebiet Döbeln-Oschatz 1,51 Euro gezahlt werden - also 0,151 Cent pro Liter. Da hält das billigste Mineralwasser aus der Kaufhalle nicht mit. Auch das Kästenschleppen erübrigt sich. "Diese Mühe kann man sich wirklich sparen. Unser Trinkwasser wird ständig geprüft, und es schmeckt", wirbt Gemkow fürs Produkt des Verbandes.

Wie ein Schlag ins Gesicht der Wassermänner sind dann solche Meldungen wie kürzlich aus dem Raum Dahlen. Durch Kontrollen war eine Grenzwertüberschreitung bei Kolibakterien festgestellt worden, ein Abkochgebot des Gesundheitsamtes Nordsachsen folgte (wir berichteten). Bedrohlich sei die Situation für den Verbraucher nicht gewesen, versichert Gemkow. "So etwas kommt ganz selten vor, durch die regelmäßigen Kontrollen wird es sofort aufgedeckt und das Problem abgestellt." Was im Dahlener Fall tatsächlich passierte. Und: Auch das Wasser aus der Plastik- oder Glasflasche ist nicht immer keimfrei. In zwölf von 30 getesteten Flaschen hat die Stiftung Warentest Keime entdeckt. Ganz anders bei wichtigen Mineralstoffen, die der Körper für Stoffwechsel und Muskelaufbau braucht und die im Flaschenwasser eher Mangelware sind.

Das Gesundheitsamt Nordsachsen bestätigt auf Nachfrage, dass das vom Wasserverband Döbeln-Oschatz an den Hausanschlüssen bereit gestellte Trinkwasser in seiner Qualität den Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht und zum Verzehr geeignet ist. "Im Landkreis Nordsachsen gibt es 14 Wasserwerke, die regelmäßig durch das Gesundheitsamt überwacht werden", sagt die Amtsleiterin Ellen Futtig. Die Wasserwerke werden nach ihren Angaben jährlich inspiziert. Außerdem kontrolliere das Amt regelmäßig die Qualität des Roh- und Reinwassers. Laut Rayk Bergner, Pressesprecher des Landratsamtes, könnten verunsicherte Verbraucher ihr Trinkwasser auch untersuchen lassen. Am besten von einem Labor, das vom sächsischen Verbraucherschutz-Ministeriums empfohlen wird.

Die Zuständigkeit des Versorgers endet prinzipiell an der Wasseruhr. Und die Wasserqualität in der Hausinstallation kann nachteilig beeinflusst werden - zum Beispiel durch das Material der Rohrleitungen, durch nicht regelmäßig gewartete Filter oder verkeimte Wasserhähne. Dafür ist der Hauseigentümer selbst verantwortlich.

Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung stand, sollte man nicht trinken. Vor allem für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist es nicht zu empfehlen. "Einfach das Wasser etwas laufen lassen. Wenn es kühl ist, dann handelt es sich um frisches Wasser", rät Gemkow. O. Büchel/F. Hörügel

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