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Wasserverband Döbeln-Oschatz: Nitrat-Gehalt im Wasser wird teuer

Wasserverband Döbeln-Oschatz: Nitrat-Gehalt im Wasser wird teuer

Teurer als bisher öffentlich bekannt, kommt dem Wasserverband Döbeln-Oschatz die Schließung der Mügelner Brunnen zu stehen. Die Ersatz-Trinkwasserleitung, die für 170 000 Euro gezogen wurde (die OAZ berichtete), war "nur die Spitze des Eisbergs", sagte gestern Hans-Jürgen Gemkow, Geschäftsführer der Döbeln-Oschatzer Wasserwerke (DOWW) zur Verbandsversammlung im Gut Haferkorn.

Zehn Vorhaben mit einem Volumen von 440 000 Euro sieht der Investplan für kommendes Jahr vor, um die Lücke zu schließen, die sich durch die Stilllegung der durch landwirtschaftliche Düngung belasteten Brunnen in Mügeln ergibt. Laut Uwe Leinen von der DOWW erhöhen sich unter anderem dadurch gegenüber 2011 die Gesamtinvestitionen um 840 000 Euro auf 4,64 Millionen Euro. Der Wasserverband müsse Darlehen aufnehmen, wodurch sich seine Kreditverpflichtungen von 8,06 Millionen auf 11,83 Millionen Euro erhöhen.

Damit nicht genug. Weitere Problemfälle zeichnen sich am Horizont ab. In der Jahna-Aue sind schon zwei von fünf Brunnen außer Betrieb genommen worden, sagte der Döbelner Niederlassungsleiter des Wasserversorgers Oewa, Frank Lessig. "Wenn die Entwicklung dort so weitergeht, besteht das Risiko, alle schließen zu müssen." In Möbertitz würden bereits 30 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser gemessen. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm. Er wurde, wie Gemkow betonte, noch nirgendwo erreicht, auch nicht in Mügeln. "Dort schließen wir vorsorglich, damit es nicht erst zu einer Überschreitung kommt", hielt er fest. Eine Gefahr für die Gesundheit bestünde nicht, denn es handle sich um einen "hochgespielten Wert". Gemkow: "So viel Wasser könnte man gar nicht trinken, um sich zu schädigen." Eine Lösung des Problems erscheint fern. Derzeit mischt die Oewa Wasser mit höherem und niedrigerem Nitrat-Gehalt, um die Werte gering zu halten. Sollte sich die Nitrat-Auswaschung im Boden grundsätzlich verstärken, müssten tiefere Brunnen gebohrt werden, um an andere Wasserschichten zu gelangen. Oewa und DOWW setzen sich deshalb für andere Wege ein. "Eine Maßnahme wäre, die Wassserschutzgebiete zu vergrößern", erläuterte Lessig. "Da uns das Land nicht gehört, sind wir dabei aber auf die Behörden angewiesen." Ein anderer Ansatz wäre, die Düngevorgaben zu prüfen.

 

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