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Oschatz Weg frei für Lohnplus in der Stadtverwaltung Oschatz
Region Oschatz Weg frei für Lohnplus in der Stadtverwaltung Oschatz
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16:45 16.11.2012
Oschatz

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Von Frank Hörügel

Hintergrund der Lohnerhöhung, die laut Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) mit etwa 180 000 Euro pro Jahr zu Buche schlägt, ist der anstehende Generationswechsel. In den nächsten Jahren werden viele Beschäftigte in Rente gehen. Im Konkurrenzkampf der Kommunen um qualifizierten Nachwuchs hat die Stadt Oschatz, die unter Tarif bezahlt, jedoch schlechte Karten. Dieser Nachteil soll durch bessere Bezahlung zumindest teilweise ausgeglichen werden. Auch nach der jetzt beschlossenen Lohnerhöhung wird die Bezahlung in Oschatz jedoch etwas unter dem Tarifniveau des öffentlichen Dienstes liegen. "Wir brauchen künftig zwischen fünf und sieben neue Erzieherinnen pro Jahr", nannte Hauptamtsleiter Manfred Schade das Hauptproblem. Für neu eingestellte Erzieherinnen wurde deshalb auch eine zusätzliche Gehaltsstufe eingeführt. So argumentierten die Stadträte:

"Die Lohnschere muss vollständig geschlossen werden. Es ist blauäugig zu glauben, dass uns jetzt die Erzieherinnen zufliegen. Die Erzieherinnen sollten deshalb künftig 40 Stunden arbeiten können."

"Ich kann die Lohnerhöhung nicht mittragen. Die Differenz zu anderen Arbeitnehmern, die viel weniger verdienen, ist zu groß. Ich habe außerdem ein Problem damit, wenn wir nun die Kredittilgung strecken müssen."

"Ich muss das ablehnen. Die Stadt kann sich diese Lohnerhöhung nicht leisten. Wenn wir jetzt die Tilgung unserer Schulden strecken, müssen noch unsere Kinder Schulden zurückbezahlen."

"Ich bin für die Lohnerhöhung und kann nicht begreifen, warum wir auf dem Rücken der Beschäftigten den Haushalt aufstellen. Wenn es nicht geht, können wir eben die Körner-Straße nicht ausbauen."

"Ich bin gegen den Beschlussantrag, der Auswirkungen auf die Elternbeiträge haben wird. Denn mit dieser Lohnerhöhung steigen die Betriebskosten - und damit die Elternbeiträge für den Besuch der Kindereinrichtungen."

"2006 haben wir uns für eine gewisse Zeit auf Lohnzurückhaltung geeinigt, um die Verschuldung zu senken. Dieses Ziel ist erreicht. Deshalb stimme ich für den Verwaltungsvorschlag."

So stimmen die Stadträte ab

Die namentliche Abstimmung wurde von Stadträtin Julia Zieger (Linke) beantragt. Die Stadträte stimmten mehrheitlich für namentliche Abstimmung.

Torsten Ackermann (SPD), Gerhard Bader (Linke), Rocco Eichler (FDP), Steffen Heller (NPD), Jürgen Mühlberg (CDU), Marek Schurig (CDU), Christa Sirrenberg (CDU), Peter Streubel (Linke), Wolfgang Thibault (Freie Wähler), Roland Wittenberg (Linke), Christian Zieger (CDU), Julia Zieger (Linke), Falk Zschäbitz (FDP) und Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos).

Rainer Horbas (FDP), Hans-Joachim Kunath (CDU), Albert Pfeilsticker (CDU), David Pfennig (Grüne), Holger Schmidt (CDU).

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