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Oschatz Weihnachtliches Parcourshoppeln in Liptitz
Region Oschatz Weihnachtliches Parcourshoppeln in Liptitz
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05:06 06.12.2018
Conny Schuknecht erklärt den Kaninchensport. Quelle: Katharina Stork
Liptitz

Little Bandits Totoro schnüffelt in der kalten Luft, beäugt die bunte Sprungstange vor sich und schwupp, schneller als man schauen kann, ist das Langohr mit einem Satz auf der anderen Seite der Stange und hoppelt schon auf das nächste Hindernis zu. Kaninhop heißt diese aufstrebende Sportart – Kaninchen absolvieren an der Leine ihrer Frauchen und Herrchen einen Hindernisparcours von bis zu zwölf Sprungstangen. Gemessen wird nach Schnelligkeit.

Conny Schuknecht ist seit mehreren Jahren mit ihren zwölf Sportkaninchen auf verschiedenen Turnieren im ganzen Land vertreten und opfert große Teile ihrer freien Zeit für das ungwöhnliche Hobby und den Kaninhop-Verein S575 in Dippoldiswalde. Am 8. Dezember von 10-14 Uhr nimmt sie mit ihren Hoppelkaninchen am erstmalig öffentlichen „Adventsspringen der Langohren“ im Gemeindezentrum Liptitz teil.

Das Adventsspringen ist erstmals öffentlich

„Das Adventsspringen machen wir in unserem Verein jedes Jahr, einfach zum zusammenkommen und gemeinsam Spaß haben. Dieses Jahr ist es erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich,“ sagt sie. „Kaninhop wird immer größer, findet immer mehr Anhänger und entwickelt sich stetig weiter. Sachsen hat mit Borna, Lichtenberg und mit uns zwar noch nicht so viele Gruppen, aber in Bayern finden viele Turniere statt, zu denen wir auch regelmäßig fahren“, sagt die 29-Jährige. Und wenn sie nicht gerade auf Turnieren mit ihren felligen Sportlern glänzt, dann gibt sie mit anderen Kaninhop-Vorstellungen, um die Sportart populärer zu machen. „Vielen ist das noch gänzlich unbekannt und die fragen mich dann, ob es nicht schwer ist, den Kaninchen das beizubringen. Im Gegenteil, es geht ziemlich schnell. Drei, vier Monate, dann haben die das drauf – denn Kaninchen wollen springen. Anders sind da Pferde, die würden in freier Wildbahn eher um ein Hindernis herumlaufen, als darüber zu springen.“

Mit dem Brustgeschirr durch die Halle

Damit die Wackelnasen nicht einfach quer durch Garten oder Halle springen, tragen sie ein Brustgeschirr, das verhindert, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird, falls der Halter das Kaninchen mit der Leine zurückhält. „Zuhause springen sie immer besser als auf Turnier. Da riecht nämlich alles anders und die Geräusche sind ungewohnt. Aber je öfter man mit ihnen zu Turnieren fährt und mit ihnen trainiert, desto ruhiger und zahmer werden die Kaninchen“, sagt die Hasenmama. „Die Halter beschäftigen sich intensiver mit ihrem Tier und das Kaninchen baut so eine intensivere Verbindung zum Menschen auf.“

Monty, mit schwarz-weißem Fell und hektisch schnüffelnder Nase, hüpft aufgeregt von einer Seite des Gartens zur anderen. Augenscheinlich freut er sich so über den Auslauf, dass er sich zunächst schwer auf den Parcours konzentrieren kann, abgelenkt von den vielen Sinneseindrücken, die abseits des Stalls auf ihn einprasseln. Aber dann legt er richtig los: Trotz langer Leine kommt Conny Schuknecht fast nicht hinterher, wenn der kleine Vierbeiner über die bunten Stangen flitzt. Seit Ende der 70er-Jahre gibt es das Hindernisspringen für die Fellnasen, Ende der 90er kam es über Dänemark nach Deutschland. Und in der Region ist es auch schon angekommen!

Von Katharina Stork

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