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Oschatz Weitere Planänderungen an der B 169 zu erwarten
Region Oschatz Weitere Planänderungen an der B 169 zu erwarten
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14:05 05.12.2018
Liegt schon wieder neun Jahre zurück: Der erste Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der B 169 zwischen Riesa und Seerhausen. Quelle: Axel Kaminski
Collm-Region

Kürzlich hat ein Erörterungstermin zum dritten Bauabschnitt der B 169 stattgefunden. Dabei handelt es sich um den Neubau der Bundesstraße zwischen der B 6 und Salbitz. Erörtert wurde nach Angaben der Landesdirektion Sachsen dabei die geänderte Planung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Wie die stellvertretende Pressesprecherin der Behörde Mandy Peschang mitteilt, fand der erste Erörterungstag im Vereinshaus von Stösitz statt, damit die nicht anwaltlich vertretenen Privatbetroffenen nur kurze Wege hatten. An den Folgetagen sei dann in der Dienststelle Leipzig der Landesdirektion Sachsen erörtert worden.

30 Beteiligte nutzen Gelegenheit zur Diskussion

Insgesamt hätten knapp 30 Verfahrensbeteiligte, insbesondere Privatpersonen und Träger öffentlicher Belange, die Gelegenheit der Diskussion der eigenen Betroffenheiten und Belange genutzt.

Landesamt kündigt Änderungen an

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr habe bereits im Erörterungstermin verschiedene weitere Änderungen der Planung angekündigt, die insbesondere aus dem Vortrag der Verfahrensbeteiligten aus der Anhörung resultieren. Der Erörterungstermin werde nun zunächst beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr und in der Landesdirektion Sachsen ausgewertet. Mit einer weiteren Anhörung zu der vorgesehenen Planänderung sei im kommenden Jahr zu rechnen.

Naundorf hat Einwände gegen Trassenführung

In der Naundorfer Ratssitzung am vergangenen Donnerstag erläuterte Bürgermeister Michael Reinhardt (parteilos), dass er die Einwände der Kommune gegen die Trassenführung, die Abhängung der Verbindung Gastewitz-Salbitz von der Bundesstraße, die Ausgleichsmaßnahmen sowie die Umleitungsplanung dargelegt hätte. Erschreckend sei beim Blick in den Beratungssaal die dort hängende Zeichnung jener 123 Meter langen Brücke gewesen, die bei Raitzen ein Naturschutzgebiet queren soll. Seiner Einschätzung nach werde es Änderungen im Detail geben, auch zur Verbindung zwischen Gatewitz und Salbitz sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Dr. Hartwig Kübler, der ebenfalls an der Anhörung teilnahm, betonte, dass seiner Meinung nach nicht überzeugend dargestellt wurde, warum jenen Varianten, die vom Bahnhof Seerhausen einige Kilometer parallel auf der B 6 verlaufen wird, nicht der Vorzug gegeben wird. Das die B 6 diesen Verkehr nicht fassen könne, glaube er nicht. Außerdem seien seiner Meinung nach diese Varianten von der Lärmbelastung der Anwohner her verträglicher. Nicht nachvollziehen könne er, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) „die weiße Flagge gehisst“ habe.

Kritik vom Bund für Umwelt und Naturschutz

Diesem Vorwurf tritt Sachsens Bund-Landesgeschäftsführer David Greve entgegen. Der Bund sei lediglich bei der Anhörung nicht vor Ort gewesen. „Unsere Kritik an den Planungen steht jedoch weiter“, betonte Greve gegenüber der Oschatzer Allgemeinen. Richtig sei zwar, dass Rechtsanwalt Kremer den Bund nicht mehr vertrete. Das habe innerverbandliche Gründe und täte bezüglich der B169 nichts zur Sache.

Von Axel Kaminski

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