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Oschatz Weitere Plattenbauten in Oschatz auf Abrissliste
Region Oschatz Weitere Plattenbauten in Oschatz auf Abrissliste
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10:25 25.11.2011

Wohin soll sich Oschatz aus städtebaulicher Sicht in den nächsten acht Jahren entwickeln? Diese Frage beantwortet ein 70-seitiges Entwicklungskonzept für das nordwestliche Stadtzentrum, das der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen hat (wir berichteten).

Hintergrund des Konzeptes ist nach Angaben des Stadtplaners Martin Neumann der weitere Rückgang der Einwohnerzahl in Oschatz. Er rechnet damit, dass im Jahr 2025 etwa 2600 Menschen weniger hier ihren Wohnsitz haben als jetzt. "Derzeit gibt es einen Wohnungsleerstand von 10,4 Prozent - aber immer noch Handlungsbedarf", so Neumann. Denn der Leerstand würde mit sinkender Einwohnerzahl automatisch wieder steigen, wenn nicht noch weitere Wohnhäuser abgerissen würden.

Ein Kernpunkt des Stadtentwicklungskonzeptes bis zum Jahr 2020, das Teile der Bebauung an der B 6 (Dresdener Berg) einschließt, sich bis Zur Krone (Schule Collmblick) erstreckt und das Neubaugebiet Oschatz-West umfasst, ist deshalb der Abriss von Wohnblöcken. Bereits im nächsten Jahr steht ein Rückbau der Blöcke am Baumschulenweg 3-9 und 10-18 auf dem Programm. Bis zum Jahr 2017 sollen weitere Blöcke Am Langen Rain folgen.

Parallel zum Abriss soll auch in Gebäude und Infrastruktur investiert werden. An erster Stelle steht dabei die Umsetzung des Schulkonzeptes. Für die Sanierung oder den Neubau am Standort der ehemaligen Mittelschule Oschatz-West als künftigen Standort der Magister-Hering-Grundschule sind 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten für einen Ersatzneubau des Grashüpfer-Hortes der Grundschule Bücherwurm werden auf 2,3 Millionen Euro geschätzt. Und für die weitere Fassadensanierung und die Außenanlagen der Mittelschule sind zwei Millionen Euro eingeplant.

Laut Planer Neumann sind außerdem in dem Fördergebiet eine Bebauung des Schmorlhofes sowie der Neubau von Einfamilien- oder Reihenhäusern in frei werdenden Flächen in Oschatz-West vorgesehen. Die Gesamtkosten für alle geplanten Baumaßnahmen bis 2020 veranschlagt der Planer mit 18,3 Millionen Euro. Etwa fünf Millionen Euro davon sollen aus Fördertöpfen fließen.

Frank Hörügel

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