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Oschatz Weniger Grippe-Fälle in der Region Oschatz
Region Oschatz Weniger Grippe-Fälle in der Region Oschatz
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13:49 23.03.2016
Eine Erkältung lässt nur langsam nach. Rot Nasen sind oft garantiert. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Erst scheint die Sonne. Dann schneit es, später kommt Regen dazu, auch ein wenig Nebel, dann wieder leichter Frost, mildere Temperaturen und Niesel. Und das alles zum Frühlingsanfang. Wem gefällt das schon? Den Grippeviren – nicht zu verwechseln mit den „Verursachern“ einer starken Erkältung.

In Oschatz erkrankten im Jahr 2013 insgesamt sieben Personen an Grippe. 2014 waren es laut statistischem Landesamt Sachsen nur drei. Eine Erhebung, die sich sehen lassen kann. Immerhin ist die Influenza eine schwere Erkrankung. Verstorben sind in diesen beiden Jahren in der Oschatzer Region drei Personen an Influenza. In ganz Sachsen waren es 2013 insgesamt 36 und 2014 eine Person, die einer Grippe-Erkrankung erlagen.

„Im Jahr 2015 wurden im Landkreis (LK) Nordsachen insgesamt 1004 Influenzafälle gemeldet, zum Vergleich: in Sachsen gesamt waren es 12 858. Im Jahr 2014 kamen im LK insgesamt nur 37 Influenzafälle zur Meldung, in Sachsen gesamt waren es auch nur 442 Fälle“, so Dr. Gerlinde Schneider von der Landesuntersuchungsanstalt.

Es sei nicht ungewöhnlich und sogar zu erwarten gewesen, dass nach einer schwächeren Saison, wie sie 2013/2014 in Sachsen wie auch bundesweit zu beobachten gewesen sei, eine etwas stärkere Erkrankungswelle folgte.

Unterschieden habe sich diese Grippe von anderen nicht. Es kursierten wie in den vorherigen Saisons die gleichen Influenzatypen oder Subtypen. Der Influenza-Stamm, der sich im Winter 2014/2015 in Sachsen wie bundesweit durchgesetzt hat, war nicht optimal im Impfstoff vertreten.

Eine solche leichte Fehleinschätzung sei manchmal nicht zu vermeiden, da sich das Influenzavirus stetig verändert und eine Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, welche Stämme im Impfstoff vertreten sein sollten, bereits ein knappes Jahr vor Beginn der jährlichen Influenzawelle getroffen werden müsse. Studien, Zulassungsverfahren und Produktion benötigen Zeit.“

Grundsätzlich erkrankten 2015 trotzdem vor allem die Ungeimpften, zumal selbst der nicht ideal passende Impfstoff durch Kreuzimmunität für einen gewissen Schutz gesorgt habe.

Was Erkältungen angeht, haben diese vor allem in Schulen „gewütet“. Allerdings waren nicht nur Schülerinnen und Schüler betroffen, sondern auch Lehrer. Bestätigt wurde das unter anderem im Thomas-Mann-Gymnasium und in den Grundschulen „Collm-Blick“ und „Bücherwurm“. Trotz großer Mühen, den Unterricht weiter zu gewährleisten, kam es ab und an doch zu Ausfällen. Mittlerweile dürfte sich die Situation „entschärft“ haben. Geschlossen werden musste keine Schule.

Darüber war Roman Schulz von der Bildungsagentur Leipzig auch froh, denn in den Großstädten hatten sich Erkältungskrankheiten ganz besonders ausgetobt. Auch wenn der „Zenit“ überschritten ist und Kinder und Erwachsene wieder genesen: Wichtig sind viel Vitamine, frische Luft, Hände waschen und die von anderen Leuten noch nicht schütteln.

Von Gabi Liebegall

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