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Oschatz Weniger Wohnungseinbrüche in Oschatz – aber Kriminelle werden dreister
Region Oschatz Weniger Wohnungseinbrüche in Oschatz – aber Kriminelle werden dreister
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06:00 28.04.2016
Fenster auf und rein in die Wohnung. Kriminelle werden immer dreister. Quelle: Foto: dpa
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Oschatz

„Einen Gesamtschaden in Höhe von etwa 30 000 Euro haben Einbrecher in einer Firma in der Nossener Straße in Oschatz hinterlassen“, hieß es am Mittwoch in der Oschatzer Allgemeinen. Wahrscheinlich hatten sich die Täter am Wochenende Zugang zu dem Gelände verschafft. Heutzutage passieren Einbrüche nicht mehr nur in der Nacht. Auch am Tag schrecken Kriminelle nicht vor Straftaten zurück.

Trotzdem: Die Straftaten im Revier Oschatz sind rückläufig. Registriert wurden im vergangenen Jahr 1604, und 2014 waren es 1688. Darauf ist Revierführer Jan Müller stolz, obwohl es sich von selbst versteht, dass jede Straftat eine zu viel ist (Nordsachsen verzeichnet 12 212 Fälle, und 2014 waren es 12 447). Und von den Delikten 2015 konnten 990 aufgeklärt werden. „Das entspricht 61 Prozent“, so Müller, der diese hohe Aufklärungsquote lobt. Unterm Strich lebe es sich im Altkreis Oschatz also relativ sicher, schätzt der Beamte ein.

Die Ermittler mussten sich mit 786 Tatverdächtigen auseinander setzen, davon seien 67 Nicht-Deutsche gewesen (8,5 Prozent, 2014 verübten 5,8 Prozent der Straftaten Nicht-Deutsche).

Die Diebstahls- und Einbruchszahlen sind in Sachsen und Deutschland in die Höhe geschnellt. Aber auch dieser Trend kann für den Altkreis Oschatz nicht bestätigt werden. Registriert wurden im Vorjahr 534 Fälle, 2014 waren 600. In Geschäfte und Kioske wurde 71mal eingebrochen (2014:105mal) und in Wohnungen 41mal (2014: 44mal). Eine kleine Steigerung von Diebstählen aus Kfz ist mit 73 Fällen zu verzeichnen.

Bei Wohnungseinbrüchen gebe es so zusagen eine neue Qualität, denn die Täter würden nicht auf die Nacht warten oder auf den Tag, an dem die Besitzer nicht zu Hause sind. Dreist würden sie auch am Tag aus Wohnungen stehlen, sogar wenn Bewohner da sind.

Betrug wurde 239mal angezeigt. 158 Fälle konnten aufgeklärt und 168 Tatverdächtige überführt werden. Davon waren 26 Personen Nicht-Deutsche.

Bei all den Delikten und Zahlen erklärte der Revierleiter, dass es „für jede Person wichtig ist, darauf zu achten, dass sie nicht zum Opfer wird“. Leider würden die Beamten immer wieder erfahren, dass zum Beispiel Wertsachen im Auto sichtbar liegen gelassen werden. „Das muss nicht sein!“ Auch couragiertes Verhalten von Zeugen vermisst der Revierleiter. „Niemand soll sich selbst in Gefahr bringen, aber wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte das persönlich oder telefonisch bei der Polizei anzeigen“, so Jan Müller.

Von Gabi Liebegall

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