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Oschatz Wenn Babyspeck zumGesundheitsrisiko wird
Region Oschatz Wenn Babyspeck zumGesundheitsrisiko wird
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18:18 15.12.2011

Gynäkologen haben zunehmend mit übergewichtigen Babys zu tun. Abgesehen davon, dass diese in vielen Fällen nicht mehr auf natürlichem Wege, sondern per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden können, sind sie überdurchschnittlich von Erkrankungen wie Atem- und Stoffwechselstörungen betroffen. Vor allem perspektivisch mutiere der üppige "Babyspeck" zum ernsthaften Gesundheitsrisiko. "Einhergehend mit einer entwickelten Fettsucht stellen sich zumeist Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Komplex mit Diabetes ein, das so genannte metabolische Syndrom", erläutert die Chefärztin der Leipziger St. Georg-Kinderklinik, Eva Robel-Tillig. Auch wenn die Ursache für dicke Babys nicht in jedem Fall bei zu dicken Müttern läge, sei schwerpunktmäßig bei jungen Mädchen und Frauen eine Gewichtszunahme zu verzeichnen. Dies habe zur Folge, dass diese bereits heute an Diabetes Typ II leiden, der bis vor einiger Zeit eher ältere Menschen ereilte. "Das Problem der Krankenhäuser mit Diabeteszentren ist, dass wir bislang nur einen geringen Prozentsatz der betroffenen Mütter erreichen."

Auch laut Isabel Schiffel aus der Presseabteilung der Oschatzer Collm-Klinik ist hier durchaus eine Zunahme der Zahl von Neugeborenen über 4000 Gramm erkennbar. In diesem Jahr hätten 13 Prozent der Neuankömmlinge ein Gewicht von über 4000 Gramm aufgewiesen, zwei davon sogar über 5000 Gramm.

In Riesa sieht das ähnlich aus. "Es gibt auch in unseren Häusern seit einigen Jahren eine Tendenz zu Kindern mit einem höheren Geburtsgewicht, und zwar in vielen Fällen losgelöst von der Diabetesproblematik", bestätigt Dirk Kieback, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Elblandklinikum Riesa. "Wir arbeiten bezüglich der Früherkennung des Schwangerschaftsdiabetes eng mit unseren niedergelassenen Kollegen zusammen und führen bei Verdacht regelmäßig Glukose-Toleranztests durch."

Risikoschwangere in diesem Bereich würden in Ergänzung der weiteren Betreuung durch den niedergelassenen Frauenarzt vom Klinikum im Rahmen einer Spezialsprechstunde begleitet und optimal eingestellt. "Damit kann die pathologische diabetische Großwüchsigkeit der Babys glücklicherweise zumeist verhindert werden", so Kieback. Gleichwohl werde die Geburt als Risikogeburt eingestuft und entsprechend routinemäßig kinderärztlich begleitet.

A. Raulien/R. Dietze

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