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Oschatz Wenn Schüler in den Ferien Geld verdienen wollen
Region Oschatz Wenn Schüler in den Ferien Geld verdienen wollen
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17:07 14.07.2014
In den Ferien jobben gehen. Das war früher schwerer als heute. Doch eine Regel sollen sich Schüler merken: Zeitig den Job klar machen. Quelle: André Kempner
Region Oschatz

Doch nicht nur das. "Ferienjobs und Praktika sind wichtig, damit sich Schüler besser ein Bild über den beruflichen Alltag und die Unternehmensabläufe machen können. Immer mehr Unternehmen werben über diesen Weg auch künftige Azubi", sagt Volkmar Beier, Sprecher der Agentur für Arbeit Oschatz. Besonders Schülern mit weniger guten Noten rät er zu einem Ferienjob, weil er eine gute Möglichkeit böte, praktischen Stärken herausstellen. Nebenbei lernt man die potenziellen Kolleginnen und Kollegen persönlich kennen und hat es zum Ausbildungsstart leichter.

Tipps und Hinweise zu Praktika/Ferienjobs gibt es bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur. Üblicherweise bieten Unternehmen Ferienjobs direkt, beispielsweise über die Homepage, an. Deshalb Beiers Tipp: "Nachfragen kostet nichts und vielleicht entsteht daraus der Kontakt zum späteren Ausbildungsbetrieb."

Doch manche Unternehmen halten sich mit Ferienarbeit bedeckt, weil die strikte Einhaltung des Jugendarbeitsschutzes geboten ist. Laut der Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion Leipzig müssen Schüler mindestens 15 Jahre alt sein, um eine Ferientätigkeit beginnen zu können.

Der Beschäftigungszeitraum pro Kalenderjahr darf insgesamt höchstens vier Wochen betragen, wobei an fünf Tagen wöchentlich Beschäftigungen bis zu acht Stunden täglich zulässig sind.

Der Gesetzgeber hat damit die wöchentliche Arbeitszeit auf 40 Stunden begrenzt. Bis auf einige Ausnahmen, wie beispielsweise in der Landwirtschaft, sind ein Arbeitsbeginn vor 6 Uhr und ein Arbeitsende nach 20 Uhr gesetzlich nicht zulässig. An Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen dürfen Jugendliche im Ferienjob grundsätzlich nicht beschäftigt werden.

Edin Turowski aus Oschatz hat sich schon im Vorfeld der Ferien um einen Job gekümmert. Der Schüler aus dem Oschatzer Beruflichen Gymnasium hat eine Stelle als Rettungsschwimmer und Physiotherapeut im Naturbad Luppa ergattert. "Ich freue mich schon auf diese Ferienarbeit", sagt er.

Auch BSZ-Schüler Franz Weißbach aus Oschatz hat sich auch um eine Stelle bemüht und ist bei Pfennig-Bau in Oschatz untergekommen. "Ich habe die Möglichkeit bei Pfennig-Bau zwei Wochen zu arbeiten", sagt er.

Schon seit vielen Jahren ist die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz (ATO) in der Collm-Region ein zuverlässiger Ferienarbeitgeber. Doch auch hier geht es nach dem Windhundprinzip. Wer sich zeitig um eine Stelle kümmert, hat die besten Chancen, einen Job zu bekommen. Hier sollten sich die Interessenten an den zuständigen Betriebshofleiter wenden. Er entscheidet über die Stellenbesetzung.

KR/HR/TS/DR

Rösner, Hagen

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