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Oschatz Wenn die Oschatzer Heimat ruft
Region Oschatz Wenn die Oschatzer Heimat ruft
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17:37 10.01.2012
Beste Grüße aus der Heimat. Mit einem Brief und vielen Grüßen meldete sich Oberbürgermeister Andreas Kretschmar in dieser Woche bei rund 1100 ehemalige Oschatzern, In dem Brief befindet sich diese Antwortkarte, mit der beispielsweise Nachrichten aus der Heimat angefordert werden können. Quelle: Dirk Hunger/Grafik: Lars Hoschkara

Von Hagen Rösner

"Ich bin nicht der Mann, der da steht, die Hände in den Hosentaschen hat und zu sieht", sagte gestern Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Er hat am vergangenen Montag unter dem Titel "O Schatz, komm zurück" eine für die Region einzigartige Aktion gestartet. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar und das Büro für Mediation&Marketing unter der Leitung von Anja Terpitz verschickten 1100 Briefe an ehemalige Oschatzer, die jetzt in anderen Teilen der Republik arbeiten und leben. Neben einem persönlichen Anschreiben des Oberbürgermeisters enthält der Brief auch eine Antwortkarte, die zurückgeschickt werden kann, um weitere Informationen aus der Heimat zu erhalten.

"Ich bin mir sicher, dass wir den demografischen Wandel mit dieser Aktion nicht auf halten werden. Aber wir haben eine Chance, die Menschen wieder an ihre Heimat zu erinnern", so Kretschmar. Er sieht auch die heimische Wirtschaft bei der Aktion mit im Boot. "Für viele Leute spielt natürlich der Verdienst eine große Rolle. Da kann die Stadtverwaltung nicht eingreifen. Da sind die Unternehmer gefragt", so der Oberbürgermeister. Die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Rückkehrer seien optimal. Kindereinrichtungen, bezahlbare Mieten oder Grundstückspreise und die Anbindung an die Metropolen Leipzig und Dresden, könnten gute Gründe sein, wieder in Oschatz heimisch zu werden.

Wie stark die Resonanz auf die Aktion sein wird, darüber können Kretschmar und Terpitz nur spekulieren. "Es kann sein, dass sich nur ganz wenige Leute melden, kann aber auch sein, dass es ein großes Interesse geben wird", so die beiden.

Ende Februar sollen die Rückmeldungen ausgewertet sein, erhalten die Rücksender als kleines Dankeschön beispielsweise einen Platsch-Gutschein und einen Newsletter, der über die Entwicklung in Oschatz und dem Umland informiert. Außerdem soll in Oschatz ein ständiger Service für mögliche Rückkehrer eingerichtet werden. Von dort können dann gezielt Informationen zu Kitas, mögliche Arbeitgeber, Wohnungen oder Fördermöglichkeiten eingeholt werden. Spätestens 2013 soll dann eine Bilanz zum Erfolg der Aktion "O Schatz, komm zurück" gezogen werden.

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