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Oschatz "Wer die saubersten Schuhe hat, darf zuerst drauf"
Region Oschatz "Wer die saubersten Schuhe hat, darf zuerst drauf"
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17:28 10.12.2013
"Wer die saubersten Schuhe hat, der darf sich zuerst auf die Liege im Rettungswagen setzen",sagt Lehrrettungsassistent Andreas Körner von der Rettungswache in Oschatz beim Besuch im Kindergarten "Spatzennest" Naundorf. Er ist zugleich Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Naundorf. Quelle: Dirk Hunger

Der junge Naundorfer feierte gestern seinen 4. Geburtstag, deshalb erlaubte ihm die Erzieherin Ingrid Kernche als erster in das Fahrzeug zu klettern, das der Junge bisher glücklicherweise nur von außen kennt.

Drinnen erwartet Andreas Körner die Steppkes. Der Lehrrettungsasisstent der Oschatzer Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist zudem ehrenamtlicher Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes von Naundorf. Demnächst besucht sein viertes Kind die Einrichtung in Naundorf, und damit ist er den Erzieherinnen und Kindern im "Spatzennest" kein Unbekannter. Auch andere Kindergärten und Grundschulen haben die Möglichkeit, den Retter in Orange samt Fahrzeug für einen Besuch zu "buchen".

Mit einem Handschuh, wie ihn die Retter üblicherweise tragen, treibt Andreas Körner heute ausnahmsweise allerhand Schabernack für die Kinder. Er bläst ihn auf wie einen Ballon und fragt die Kleinen, was das sei. "Das sieht aus wie das Euter von der Kuh", ruft einer der Jungs, was mit Gelächter kommentiert wird. Als Körner schließlich mit einem Kugelschreiber ein lachendes Gesicht auf den Handschuh malt, schenken ihm alle Spatzen seine Aufmerksamkeit. Das ist auch wichtig für die nächste Lektion, die wie eine nachträgliche Erinnerung an den Nikolaus beginnt. "Wer möchte denn mal auf die Rettungsliege steigen?", fragt Andreas Körner. Als fast alle Arme zugleich hochschnellen, legt er spontan eine Reihenfolge fest: "Wer die saubersten Schuhe hat, der darf zuerst drauf." Dennoch wird die Liege gleich darauf von Jungen und Mädchen belagert.

Der letzte Ernstfall im "Spatzennest" liegt über vier Jahre zurück, ist aber Erzieherinnen wie Kindern noch gut im Gedächtnis. Als Richard vom Klettergerüst fiel und sich den Arm brach, erfuhren die Kinder, wie wichtig es ist, dass der Rettungswagen schnell vor Ort ist. Einen Kopfverband legte Andreas Körner gestern dem Naundorfer Spatz Florian an. Dieser hatte sich zwar nicht verletzt, die Übung diente nur dazu, den Kinder zu zeigen wie das funktioniert. Der neue "Hut" gefiel Florian so gut, dass er ihn gar nicht mehr absetzen wollte. Was wohl seine Eltern zu dieser "Mütze" sagen?

Christian Kunze

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