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Oschatz Werbegemeinschaft Oschatz kämpft gegen Laden-Leerstand
Region Oschatz Werbegemeinschaft Oschatz kämpft gegen Laden-Leerstand
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15:47 14.04.2016
Im Gespräch: Thomas Schubert, Thomas Schupke und Carola Schönfeld, Vorsitzende der Werbegemeinschaft (v.l.). Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Der zunehmende Ladenleerstand im Zentrum der Stadt liegt den Mitgliedern der Oschatzer Werbegemeinschaft schwer im Magen. Dieses Thema (wir berichteten) stand deshalb auch im Mittelpunkt einer Zusammenkunft der Werbegemeinschaft am Mittwochabend im Gasthaus „Zum Schwan“, an der auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) und die neue Chefin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH Uta Moritz teilnahmen. Fazit des Abends: Einen Patentweg zur Wiederbelebung der Geschäfte gibt es nicht, aber viele Erfolg versprechende Ansätze.

Frank Schneider zeigte in einer Präsentation, was die Mitglieder der „Gilde“ geschafft haben. Diese Interessengemeinschaft von Unternehmen der Baubranche ist Teil der Werbegemeinschaft. Die zur Gilde gehörenden Handwerker haben ihr Domizil in der Lichtstraße gebaut und dieses Projekt mit viel Enthusiasmus durchgezogen. Der Stolz war Frank Schneider anzusehen, immerhin stecken in dem kleinen Haus über 2000 freiwillige Arbeitsstunden. „Dabei haben wir 600 Becher Kaffee verbraucht, 6,75 Kilometer belegte Brötchen und 903 Kilometer Spaghetti“, erzählte er.

Zeigen wollte Schneider damit, was man gemeinsam alles schaffen kann – mit Blick auf Lösungsansätze für das Problem Ladenleerstand im Zentrum. Dafür hat er in anderen Städten in der Größe von Oschatz gekiebitzt und einige Anregungen fest gehalten. Dabei ging es vordergründig um Werbung. „Die Leute sollten motiviert werden, in der Heimatstadt einzukaufen und nicht anderswo“, sagte Schneider. Auch, wenn es eine Weile dauern werde, bis das greife, würde es sich schließlich lohnen. Es müsse aber auch akzeptiert werden, dass es kein Patentrezept gibt.

Steven Dornbusch, er ist gebürtiger Oschatzer, hat eine Event-Agentur in Leipzig und wohnt auch da, hat seine Hilfe angeboten. Er regte zum Beispiel an, potenziellen Händlern eine Mappe zu überlassen, in der alle wichtigen Dinge stehen, die ein Geschäftsinhaber wissen muss. Diese Unterlagen gebe es jedoch schon, hieß es seitens der Werbegemeinschaft.

Ebenfalls verbessert werden soll die Arbeit im und mit dem Internet. Diesbezüglich bot Jan Simon, Regionalverlagsleiter dieser Zeitung, professionelle Hilfe aus dem Haupthaus der Leipziger Volkszeitung an.

Von Gabi Liebegall

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