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Oschatz Werbung auf Telekomkästen bleibt in Oschatzer Innenstadt tabu
Region Oschatz Werbung auf Telekomkästen bleibt in Oschatzer Innenstadt tabu
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00:16 13.06.2017
Quelle: Wolfgang Sens
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Oschatz

Im Oschatzer Stadtgebiet stehen zahlreiche Schaltkästen der Deutschen Telekom. In der Vergangenheit waren diese oft Ziel von Sprühern, die auf den grauen Plastikgehäusen unter anderem Werbung für Dynamo Dresden anbrachten. Werbung war auch das Stichwort der Firma Stadtbild. Das Unternehmen hat sich unter anderem darauf spezialisiert, auf größeren öffentlichen Flächen – wie beispielsweise auf den Telekomschaltkästen – gezielt Werbung anzubringen. Doch dafür benötigt das Unternehmen nicht nur die Genehmigung des Telekommunikationsunternehmens, sondern auch der Stadt Oschatz. Diese hat nämlich in Satzungen festgeschrieben, wer in welchen Größenordnungen werben darf.

Der Hauptausschuss des Oschatzer Stadtrates befasste sich bei seiner Sitzung am Donnerstagabend mit einer möglichen Zustimmung oder Ablehnung zu dem Vorhaben. Bauamtsleiter Michael Voigt erläuterte den Ausschussmitgliedern den Sachverhalt. Allerdings konnten sich die Mitglieder mit der Idee, die Kästen zur kommerziellen Werbevermarktung nicht anfreunden. Sie lehnten ein entsprechendes Vorhaben zumindest für die Telekomkästen im Stadtkerngebiet ab. Allerdings ist das Vorhaben für das restliche Stadtgebiet noch nicht vom Tisch. „Das Bauamt ist noch einmal beauftragt worden, den Sachverhalt außerhalb des Stadtkerns zu prüfen“, so Bauamtsleiter Michael Voigt.

Tatsächlich könnten sich an dem Thema die Geister scheiden. „Wenn die Telekomkästen grau bleiben und nicht beschmiert werden, dann sehen diese auch ganz ordentlich aus. Sollte dann aber irgendwelche Graffiti darauf kommen, ist es aber auch für das Stadtbild nicht schön“, verdeutlicht Baumatsleiter Voigt. In Zusammenhang mit der Nutzung der Kästen als Werbeflächen kam im Ausschuss auch die Frage auf, ob durch den anstehenden Breitbandausbau in Oschatz und im Umland mehr und größere Telekomkästen zu erwarten sind? „Diese Frage können wir heute noch nicht abschließend beantworten. Die Größe der Kästen hängt unter anderem davon ab, welches Verfahren die Telekom für die Datenübertragung nutzt“, so Voigt. Jetzt will das Bauamt erst einmal die Variante im äußeren Stadtgebiet prüfen.

Von Hagen Rösner

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