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Oschatz Wermsdorf Ahoi! – Horstseefischen wurde am Freitag offiziell eröffnet
Region Oschatz Wermsdorf Ahoi! – Horstseefischen wurde am Freitag offiziell eröffnet
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17:51 09.10.2015
Gerade noch im Horstsee und schon auf dem Weg zur Kundschaft: Gleich nach dem Anlanden wird der Fang nach Arten sortiert. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Mit Handkuss empfing Georg Stähler, Eigentümer der Wermsdorfer Fischwirtschaft, am Freitag Fischkönigin Sarah I. zur Eröffnung dieses Volksfestes. Sie wünschte den Fischern eine erfolgreiche Ernte und einen ertragreichen Verkauf. An ihrer Seite war Robert Schmidt als Reichsfürst zu Fürstenberg.

Bevor das Netz beim ersten Fischzug eingeholt wurde, bedankte sich Georg Stähler bei den Partnern, die für das Gelingen eines Festes in dieser Dimension erforderlich sind. Dazu gehört die Landestalsperrenverwaltung. „Ich hoffe, dass es uns weiterhin gelingt, den Hochwasserschutz so zu gewährleisten, dass sich die Leiden der Teichwirtschaft in Grenzen halten“, sagte der Fischwirtschaftsmeister. Er dankte dem Wermsdorfer Hauptamtsleiter Lutz Abitzsch, zu dessen Aufgabe es gehöre, sämtliche Abstimmungen mit Behörden und Ämtern zu treffen und die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Bevor die Wermsdorfer Jagdhornbläser das Signal zur Jagd auf den Fisch gaben, wünschte Bürgermeister Matthias Müller (CDU) ein friedliches Fest.

Georg Stähler erläuterte den Zuschauern auf dem Horstseedamm, welchen Einfluss die Witterung auf die Fischwirtschaft hat: „Die fehlenden Niederschläge führten dazu, dass uns weniger Wasserfläche zur Verfügung stand.“ Deshalb habe man die Teiche mit weniger Fischen besetzt. Er prognostizierte: „Unsere Ernte wird um etwa ein Drittel geringer ausfallen als in den letzten Jahren.“ Der Markt gäbe es nicht her, diese Verknappung der Ware durch höhere Preise auszugleichen. Er wisse noch nicht, welche Auswirkungen der heiße August auf die Bestände hatte. Andernorts hätten wegen des damit verbundenen Sauerstoffmangels Gewässer vorzeitig abgefischt werden müssen. Als Reichsfürst zu Fürstenberg und Fischkönigin Sarah I. gemeinsam den Hebekescher hochhievten und die ersten Karpfen auf die Sortierrutsche gelangten, zeigte sich Georg Stähler erleichtert: „Die Fische sehen gesund aus“.

Die Händlermeile, die sich über die ruhende Baustelle der Staatsstraße erstreckt, bietet Fisch in allen Varianten: frisch, im Brötchen, gebacken und als Suppe. Wegen letzterer kommt Christine Herrmann aus Riesa jedes Jahr hierher. „Aber es muss die Original Wermsdorfer Fischsuppe von diesem Stand hier sein“, betonte sie. Und ein Stück Karpfen dürfe es dann auch gerne noch sein.

Auch wer Fisch lieber sieht als isst, muss nicht mit knurrendem Magen über das Fest schlendern. Deftiges und Süßes – die Auswahl ist riesig. „Hausschlachtene Leber- und Blutwurst oder Knackwurst gehen an unserem Stand besonders gut“, sagte Christine Gußmann vom der Wermsdorfer Fleischerei „Neumi“. „Wir sind in Reckwitz bei Freunden zu Besuch“, erzählte Maurice Diwo aus Braunschweig. „Sie haben uns geraten, während des Horstseefischens hierher zu kommen. Wir sind schon gespannt“, sagte der weit gereiste Besucher nach den ersten Metern auf der Festmeile, auf der es auch Werkzeuge, Trikotagen, Mützen, Handyhüllen und vieles mehr gibt.

Axel Kaminski

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