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Oschatz Wermsdorf: Netzbetreiber investiert halbe Million Euro in Stromleitungen
Region Oschatz Wermsdorf: Netzbetreiber investiert halbe Million Euro in Stromleitungen
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14:15 09.09.2015
Am Anger in Wermsdorf wird derzeit das Kanalnetz erneuert. Der Stromnetzbetreiber wird in diesem Zuge die Niederspannungsleitung unter die Erde verlegen. Quelle: D. Hunger
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Wermsdorf

Von Axel Kaminski und Jana Brechlin

Die Räte und Gäste bekamen diese Fakten auch, aber erst, nachdem Mario Hörl vom Projektmanagement der Versorgungsregion West-Sachsen des Stromnetzbetreibers detailreich über das Unternehmen, dessen Aufbau, Aufgaben und Versorgungsbereich informiert hatte.

Was Bauleiter Michael Mildner konkret zu den Projekten des Stromnetzbetreibers sagte, war knapp gehalten und ließ viele Fragen unbeantwortet. In diesem Jahr sei vorgesehen, im Bereich Fasanenholz 350 Meter Niederspannungsfreileitung durch ein 750 Meter langes Erdkabel zu ersetzen. In diesem Zusammenhang solle auch eine neue Trafostation gebaut werden. Insgesamt seien dafür 80 000 Euro eingeplant. Wie Mario Hörl zuvor erläutert hatte, gibt es im Wermsdorfer Stromnetz insgesamt 29 Trafostationen, die im Durchschnitt 13 Jahre alt sind. Davon seien elf Stationen sogar älter als 34 Jahre.

Im Bauplan für 2015 ist auch der Straßenzug Am Anger enthalten. Hier wolle Mitnetz die Chance nutzen, koordiniert mit dem Bau des Abwasserkanals eine 270 Meter lange Niederspannungsleitung durch ein Kabel zu ersetzen und 300 Meter Mittelspannungskabel zu erneuern.

Zu diesem Vorhaben hatte es bereits in der Einwohnerfragestunde Beschwerden von Anwohnern gegeben. Ein Vorwurf war, dass der Netzbetreiber einem Anwohner vor zwei Jahren bei der Sanierung seines Hauses mitgeteilt haben soll, dass eine Umstellung der Hausanschlüsse auf Erdkabel nicht bevorstehe. Nun müsse er aufwendige Anpassungen vornehmen oder in die neue Fassade eingreifen. Mario Hörl bot an, für die betroffenen Anwohner eine Informationsveranstaltung abzuhalten.

Die Arbeiten an der neuen Verrohrung Am Anger sind unterdessen in vollem Gange und bringen auch Einschränkungen mit sich - für die direkten Anwohner, aber demnächst auch für Autofahrer, die in Wermsdorf unterwegs sind: Das Baugeschehen quert als nächstes die Ortsdurchfahrt. Weil die neuen Betonteile für den Schallenteichbach unter der Grimmaer Straße eingesetzt werden sollen, muss die S 38 in diesem Bereich gesperrt werden, informiert das Bauamt der Gemeinde. Ab Montag kann die Straße in diesem Bereich voraussichtlich für drei Wochen nicht mehr befahren werden.

Als letztes Vorhaben im Stromnetz für 2015 nannte Michael Mildner den Ersatz einer einen Kilometer langen Freileitung im Ortsteil Mahlis durch ein Erdkabel. Hier werde Mitnetz 23 Hausanschlüsse erneuern und insgesamt 64 000 Euro investieren.

Für das kommende Jahr steht die Erneuerung der Stromtrasse im Bereich Fasanenweg/Bischofsweg auf dem Plan des Netzbetreibers. Dort sollen sowohl Mittel- als auch Niederspannungsfreileitungen durch Erdkabel ersetzt werden. Zudem seien in diesem Zuge 32 Hausanschlüsse neu zu gestalten. Mit 160 000 Euro ist diese Maßnahme die finanziell aufwendigste in den Jahren 2015 und 2016. Auch für diese Baumaßnahme wurde in der Ratssitzung Bedarf an einem Vor-Ort-Termin mit den Bauherren deutlich. Anwohner und Gewerbetreibende fürchten chaotische Zustände, wenn an der ohnehin engen Straße gleichzeitig auf der ganzen Länge gebaut würde.

Außerdem wolle der Stromnetzbetreiber 2016 in Calbitz bauen. Am Altenhainer Weg sollen 220 Meter Niederspannungs- und 700 Meter Mittelspannungskabel erneuert und die zugehörigen Hausanschlüsse erneuert werden.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 03.09.2015

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