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Wermsdorf bekommt über 400 000 Euro für Ortszentrum

Städtebau Wermsdorf bekommt über 400 000 Euro für Ortszentrum

Wermsdorf ist in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden und bekommt für dieses Jahr einen Zuschuss über 406 000 Euro. Bis 2025 kann die Kommune mit Unterstützung aus dem Programm, das je zur Hälfte von Bund und Land finanziert wird, rechnen.

Minister Markus Ulbig (vorn, r.) informiert im Beisein von Landtagsmitglied Frank Kupfer (M.) Bürgermeister Matthias Müller (r.), Kämmerin Kerstin Reinhardt und Bauamtsleiter Thomas Keller über die Aufnahme in das Förderprogramm für Städtebau.

Quelle: Jana Brechlin

Wermsdorf. Darauf haben Gemeinderäte und Verwaltung lange gewartet: Wermsdorf bekommt jetzt Geld für die Ortskerngestaltung. Am Freitagnachmittag hat Sachsens Innenminister Markus UIbig (CDU) vor Ort über die Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ informiert und einen ersten Förderbescheid über 406 000 Euro überreicht. Bis 2025 kann die Kommune zudem mit weiteren Zuschüssen, die jeweils zur Hälfte von Land und Bund kommen, rechnen. „Das geht in den nächsten Jahren weiter, auf den Freistaat Sachsen ist Verlass“, versicherte Ulbig.

Bürgermeister Matthias Müller (M) erhält im Beisein Frank MdL Frank Kupfer (l) den Förderbescheid von Minister Markus Ulbig

Bürgermeister Matthias Müller (M.) erhält im Beisein Frank MdL Frank Kupfer (l.) den Förderbescheid von Minister Markus Ulbig.

Quelle: Jana Brechlin

Bürgermeister Matthias Müller (CDU) erinnerte daran, dass die Gemeinde einige Jahre „zwischen den Seilen hing“: Zu klein für Stadtbauprogramme und zu groß für dörfliche Projekte habe man keine Chance auf Zuschüsse gehabt. Dennoch habe man sich immer wieder darum bemüht und entsprechende Pläne eingereicht. Diese Hartnäckigkeit hat sich jetzt bezahlt gemacht. Das honorierte auch der Minister. „Ich kann mich an keine Zusammenkunft mit dem Wermsdorfer Bürgermeister erinnern, bei der er nicht darauf gedrungen hätte“, sagte er am Freitag. Deshalb habe er den Bescheid auch persönlich überbringen wollen. „Das mache ich nicht bei jedem“, versicherte er. Hier hätten sich viele Menschen um die Entwicklung vor Ort verdient gemacht, lobte Markus Ulbig und nannte dabei auch den Landtagsabgeordneten der Union Frank Kupfer: „Es ist wichtig, Abgeordnete zu haben, die für ihre Region stehen.“

Das seit 400 Jahren so bestehende Alte Jagdschloss sei eine Verpflichtung für die Kommune, betonte Matthias Müller. „Ein Teil des Gebäudes wird von der Verwaltung genutzt und den anderen Teil wollen wir so in Wert setzen, dass er für Besucher attraktiv ist“, sagte er. Von der Aufnahme in das Förderprogramm solle aber die ganze Kulisse um das Alte Jagdschloss profitieren. Geld solle zum Beispiel auch in die Sanierung der alten Poststation fließen, in der derzeit noch Grundschule und Hort unter einem Dach sind. Ein solches Gebiet in Angriff zu nehmen, sei eine Herausforderung, räumte Müller ein. „Wir haben bisher keine Erfahrungen im Städtebau sammeln können. Doch wir sind ein verlässlicher Partner und werden Pläne weiter entwickeln und das Programm in Jahresscheiben umsetzen“, fügte er hinzu.

Es sei wichtig, dass Gemeinden eigene klare Vorstellungen haben, bestätigte Markus Ulbig. Die sächsischen Kommunen erhalten dieses Jahr insgesamt 13.3 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm – genauso viel wie bereits 2015 und mehr als im vergangenen Jahr (12,3 Millionen Euro). „Die Fördermittel bleiben damit auf konstant hohem Niveau. Unsere Städte und Gemeinden können begonnene Projekte zur Stärkung ihrer Zentren fortsetzen und neue Ideen umsetzen“, so Ulbig.

An Wermsdorfs Altem Jagdschloss werden in Kürze erste Bauarbeiten beginnen und 19 neue Fenster eingesetzt. Diese Maßnahme wurde allerdings noch mit dem Programm „Brücken in die Zukunft“ ermöglicht.

Von Jana brechlin

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