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Oschatz Wermsdorf in der Bankenkrise: Die Lösung heißt Schein-Demokratie
Region Oschatz Wermsdorf in der Bankenkrise: Die Lösung heißt Schein-Demokratie
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15:00 04.12.2016
Christian Kunze Quelle: ALL
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Wermsdorf/Oschatz

Es ist für uns eine Zeit gekommen, da wir jeden Tag Türchen öffnen. Adventskalender haben Hochkonjunktur – nicht nur mit Schokolade gefüllt, nein: In Oschatz verstecken sich Vorleser darin, in Schmannewitz gar lebendige Bilder.

Nur die Kunden der Volksbank in Wermsdorf bleiben vor verschlossener Tür stehen – nicht im Advent, dafür aber ab Heiligabend. Die Filiale des Kreditinstituts im Fischerdorf macht dicht – eine schöne Bescherung! Überraschungen am Jahresende hatten sich die Sparer anders vorgestellt. Sie sind ein Volk ohne Bank. Zwar stellen die Vorstände Markus Ziron und Kai-Uwe Schulz den Betroffenen ein Bargeld-Taxi in Aussicht. Das wird jedoch die Migrationswelle der Wermsdorfer in die Nachbarstadt Mügeln nicht aufhalten. Bekanntlich hat „Die Perle im Döllnitztal“ ein Bankenzentrum mit über 30 Exemplaren. Mit den Geldhäusern ist es genau so wie mit dem schnöden Mammon selbst: Es gibt nicht zu wenige davon, nein, sie sind nur ungerecht verteilt!

Mit Moneten ködert die Stadt Oschatz ihre Wahlhelfer. Die Bereitschaft, Dienst an der Urne zu leisten, soll künftig mit 50 statt wie bisher 21 Euro belohnt werden. Angesichts sinkender Wahlbeteiligung und allgemeiner Politikverdrossenheit könnte das ab 2107 auf die Wählenden ausgeweitet werden. Die Zukunft gehört flexiblen Modellen aus Kommunal- und Kapitalverwaltung. Künftig rollt die mobile Wahlurne durch die Collm-Region und jeder kann bequem an der Haustür sein Kreuz machen. Wer nicht votieren will, wird mit Banknoten gelockt. Wer da noch mangelnde Mitbestimmung beklagt, weiß dann auch endlich, was so eine Schein-Demokratie wirklich ist.

Von Christian Kunze

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