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Oschatz Wermsdorf stellt erstmals Doppelhaushalt mit 31 Millionen Euro Volumen auf
Region Oschatz Wermsdorf stellt erstmals Doppelhaushalt mit 31 Millionen Euro Volumen auf
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14:51 02.12.2016
Die Gemeinde Wermsdorf will in den kommenden beiden Jahren weiter kräftig in Baumaßnahmen investieren. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Wer es gern genauer nimmt und Lust hat, sich in richtig viele Zahlen zu vertiefen, sollte jetzt das Wermsdorfer Gemeindeamt im Alten Jagdschloss ansteuern. Bis zum 12. Dezember liegt dort noch der Entwurf für den Haushalt 2017/2018 aus – mit allen Einnahmen und Ausgaben, den Abschreibungen und geplanten Investitionen. Noch vor Weihnachten soll das Zahlenwerk dann im Wermsdorfer Gemeinderat beschlossen werden.

Erstmals legt die Kommune ihre Finanzplanung in einem Doppelhaushalt vor. Hintergrund dafür sei, dass es einige Projekte gebe, die über einen längeren Zeitraum mit relativ hohen Kosten umgesetzt werden sollen, erklärte Bürgermeister Matthias Müller (CDU) zur Sitzung des Rates am Donnerstag. „Die Zahlen sind für eine Gemeinde unserer Größe ganz ordentlich: 2017 haben wir ein Haushaltsvolumen von rund 16 Millionen Euro, 2018 sind es rund 15 Millionen Euro.“ Größter Posten im Doppelhaushalt ist der geplante Neubau der Grundschule in Wermsdorf, für den 5,8 Millionen Euro vorgesehen sind, gut 3,1 Millionen Euro sollen davon aus Fördertöpfen finanziert werden. Die Gemeinde als Bauherr hoffe allerdings, dass die Gesamtkosten am Ende möglichst geringer ausfallen, so Müller.

Weitere große Investitionen in den kommenden beiden Jahren sind der Straßenbau in Reckwitz für 694 500 Euro, der Breitband-Ausbau für rund 720 000 Euro sowie die weitere Erschließung des Industriegebietes Zeppelinwiesen für 550 000 Euro und des Luppaer Gewerbegebietes für 598 000 Euro. „Das sind nur die größeren Maßnahmen“, schränkte der Bürgermeister ein. Man werde gut wirtschaften und wolle erreichen, dass sich bei den Investitionen alle Ortschaften wiederfinden, versicherte er.

Zwar sind alle Maßnahmen mit Fördermitteln geplant – zum Teil in erheblichem Maße, dennoch braucht die Kommune Eigenmittel, um ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen. Ohne neue Schulden kann nicht gebaut werden. Zum Jahresende beträgt der Schuldenstand 946 966 Euro, dieser steigt dann 2017 auf knapp 1,69 Millionen Euro und 2018 auf rund 2,46 Millionen Euro. Eine Entscheidung, die von den Wermsdorfer Gemeinderäten am Beispiel der Schule mehrheitlich per Grundsatzbeschluss unterlegt wurde. Schließlich wolle man in zukunftsfähige Strukturen investieren, so der Konsens.

Interessierte Einwohner und Abgabepflichtige haben jetzt bis zum 12. Dezember Gelegenheit, den Doppelhaushalt im Gemeindeamt einzusehen. Zum Beschluss kommt das Zahlenwerk dann am 22. Dezember, wenn sich der Wermsdorfer Gemeinderat das letzte Mal in diesem Jahr zu einer öffentlichen Sitzung trifft.

Von Jana Brechlin

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