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Oschatz Wermsdorf will mehr barrierefreie Bus-Haltestellen
Region Oschatz Wermsdorf will mehr barrierefreie Bus-Haltestellen
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00:43 30.04.2018
Wie schon im vorigen Jahr vor dem Seniorenheim Hubertushof soll auch die gegenüber liegende Bushaltestelle in Wermsdorf barrierefrei gestaltet werden. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Wer mit dem Bus fährt, soll überall leichten Zugang haben. Die Gemeinde Wermsdorf wird deshalb 2018 weitere Haltestellen barrierefrei gestalten. Nachdem bereits in Calbitz und Wermsdorf Zustiegspunkte neu angelegt und mit sogenannten Aufmerksamkeitsfeldern für Menschen mit Sehschwäche versehen wurden, sollen als nächstes die Haltestellen in der Oschatzer Straße gegenüber dem Pflegeheim sowie am Hirschplatz folgen. Außerdem sind Arbeiten in Lampersdorf (Dorfstraße), Liptitz (Hauptstraße) und der Mügelner Straße in Gröppendorf geplant.

Förderung bereits bewilligt

Zur jüngsten Ratssitzung fassten die Wermsdorfer Gemeinderäte einen Beschluss zu überplanmäßigen Aufwendungen und Erträgen für die Herstellung barrierefreier Bushaltestellen. Bestandteil dabei ist, 90 000 Euro an Erträgen und Aufwendungen über 100 000 Euro aus diesem Jahr in das Haushaltsjahr 2018 zu übertragen. Die Umgestaltungen werden teilweise bis zu 100 Prozent vom Landratsamt Nordsachsen gefördert. Die Fördergelder für die vorgesehenen fünf Maßnahmen sind bereits bewilligt, der Zeitraum für die Umsetzung jedoch ist denkbar knapp: „Wir haben am 9. November den Förderbescheid erhalten, die Umsetzung und Abrechnung soll aber bis zum 31. Dezember 2017 erfolgen. Das ist völlig unrealistisch“, sagte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Schließlich müssten Bauarbeiten erst ausgeschrieben, dann vergeben und von Firmen auch eingetaktet werden.

Auf Zinsforderungen eingestellt

Per Bescheid droht den Wermsdorfern nach dem 28. Februar 2018 eine fünfprozentige Verzinsung, wenn die Maßnahmen nicht fristgemäß ausgeführt werden. „Das ist bürokratischer Unsinn“, meinte Müller. Diese Kritik sei jedoch ausdrücklich nicht an das Landratsamt gerichtet, da die Behörde Mittel des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig weiterreicht. Aufgrund der wenig praktikablen Zeitschiene beißt man in der Gemeinde in den sauren Apfel und stellt sich darauf ein, Zinsforderungen zu übernehmen. Denn eine Neubewilligung im nächsten Jahr ist nicht sicher. „Dass wir unser Bushaltestellen barrierefrei gestalten wollen, daran besteht kein Zweifel“, versicherte der Bürgermeister. Die neuen Stopps seien dann nicht nur für ältere Menschen oder Nutzer von Rollatoren, sondern auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen besser zugänglich.

Ausschreibung bereits erfolgt

Die Arbeiten für die Haltestellen in Wermsdorf und Lampersdorf habe man bereits ausgeschrieben. „Wir wollen die Aufträge dafür spätestens Ende Januar per Beschluss vergeben“, kündigte Bauamtsleiter Thomas Keller an. Teilweise würden dadurch die Fahrbahnen etwas eingeengt, weil die Mindestbreite von 1,50 Meter an den Haltestellen eingehalten werden müsse.

Von Jana Brechlin

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