Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Wermsdorfer Archäologie-Schau
Region Oschatz Wermsdorfer Archäologie-Schau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 30.07.2016
Wermsdorf

Halbzeit im Schloss Hubertusburg: Die Wanderausstellung „Sachsens Geschichte unterm Acker“ kann noch vier Wochen lang, bis zum 28. August in der ersten Etage des Hauptgebäudes besucht werden – dann zieht die Schau weiter. Seit Mitte November und bis Herbst 2017 tourt das Gemeinschaftsprojekt der Landesämter für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und für Archäologie durch den Freistaat, informiert Thomas Westphalen aus letzterer Behörde. „Es lohnt sich wirklich, man kann aus den Funden viel zur Geschichte der Besiedlung in Sachsen ablesen“, wirbt er.

Bisher werde die Ausstellung recht gut angenommen. Das bestätigen auch die Gästeführer des Freundeskreis, die zu Führungen im Schloss Hubertusburg sind. „Es kommen Besucher sehr gezielt“, sagt Martina-Elvira Lotzmann aus dem Gasteführer-Team. Man merke deutlich, wenn Hobby-Archäologen und Geschichtsbegeisterte zu Besuch sind, diese Gäste würden in den beiden Ausstellungsräumen gut und gerne drei Stunden zubringen und alle Tafeln und Medienstation intensiv studieren. Diese Besucher würden sich dann nicht zwangsläufig noch für die Geschichte von Hubertusburg interessieren. Dabei sei „Sachsens Geschichte unterm Acker“ ein sehr spezifisches Thema, so nicht unbedingt größere Besucherströme auslöst.

„Umgekehrt sieht es anders aus: Die Gäste, die eine Führung zur Schlossgeschichte miterleben, interessieren wir Gästeführer im Anschluss dafür, die Ausstellung zu besuchen“, versichert Martina-Elvira Lotzmann. Zwar sei die Verweildauer dann nicht so intensiv, dennoch könnten sich die Besucher gut einen Überblick verschaffen. Immer sonnabends und sonntags bieten Lotzmann und ihre Mitstreiter ehrenamtlich in der Zeit von 11.30 bis 16 Uhr geführte Rundgänge an. Besucher der archäologischen Ausstellung könnten diese dann in alle Ruhe und ungestört besichtigen. Es biete sich an, vor oder im Anschluss an eine Führung – jeweils ab 11.30, 14 und 15 Uhr – beides zu nutzen: Erläuterungen zur Hubertusburger Schlossgeschichte und den Besuch der Wanderausstellung. „Besonders Gäste aus dem weiteren Umfeld, dem ganzen Gebiet Mitteldeutschlands, neben diese Gelegenheit gern wahr“, hat Martina-Elvira Lotzmann beobachtet. Für die Schau musste die Präsentation des Freundeskreises „Feste, Feiern, Genuss“ zu den prächtigen Gelagen bei Hofe abgebaut werden. „Das finden wir bedauerlich und zunehmend auch die Gäste“, merkt sie an. Dabei hätte man das Angebot miteinander ergänzen können. Dennoch hätten sich die Gästeführer sehr deutlich für die Wanderschau ausgeprochen und würden sich auch weiterhin dafür engagieren, das Schloss Hubertusburg in Wermsdorf wieder zu beleben.

Das will auch Bürgermeister Matthias Müller (CDU), der zudem hofft, dass noch bis Ende August viele Besucher – da es keinen Ticketverkauf gibt, werden Zahlen nicht erfasst – die archäologischen Funde aus der Region bewundern: „Hier gibt es etwas Tolles – abseits von Leipzig und Dresden.“

Von Jana Brechlin

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei Arbeiten in der Kirche von Schmorkau wurde eine uralte Fotografie entdeckt. Dargestellt ist darauf die Belegschaft einer Fabrik sowie eine Delegation von in feinem Zwirn gekleideten Männern im Hintergrund. Jetzt werden Hinweise zum Foto gesucht.

01.08.2016

Ab 8. August, mit dem Beginn des neuen Schuljahres treten bei der Omnibusverkehrsgesellschaft „Heideland“ in Oschatz neue Busfahrpläne in Kraft. Das Heftchen kann derzeit an verschiedenen Stellen in Collm-Region bezogen werden, ist aber auch bei den Busfahrerin erhältlich.

29.07.2016

Singende und tanzende Handwerker sieht man selten – heute allerdings waren sie am Hort Grashüpfer zu erleben. Beim Richtfest für das 3,7 Millionen Euro teure Gebäude präsentierten die Grundschüler außerdem Auszüge aus ihrem eigenen Bautagebuch. Fertig werden soll das neue Betreuungshaus Ende kommenden Jahres.

28.07.2016