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Oschatz Wermsdorfer CDU will zur Wahl erneut stärkste Kraft werden
Region Oschatz Wermsdorfer CDU will zur Wahl erneut stärkste Kraft werden
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00:32 05.05.2018
Das Jagdschloss in Wermsdorf. Quelle: Dirk Hunger
Wermsdorf

Der CDU-Gemeindeverband „Wermsdorfer Land“ hat einen Vorstandswechsel vollzogen. Nachdem Dr. Ulrich Hofmann viele Jahre lang an der Spitze der Christdemokraten stand, hatte sich der 75-Jährige zur jüngsten Mitgliederversammlung nicht erneut zur Wahl gestellt. Dem Wermsdorfer Gemeinderat bleibt der Calbitzer jedoch erhalten.

Dank an Ulrich Hofmann

Die neue Verbandsspitze setzt sich ebenfalls aus erfahrenen Kommunalpolitikern zusammen: Vorsitzender ist Bürgermeister Matthias Müller, zum Stellvertreter wurde Frank Reichel gewählt, und Schatzmeisterin ist Kerstin Krause. Beide Letztgenannten sind seit Jahren im Gemeinderat vertreten. Müller dankte Ulrich Hofmann für sein engagiertes Wirken vor Ort. „Es war ihm immer ein Anliegen, Leute für die Arbeit vor Ort zu gewinnen und zu motivieren“, sagte er. Das sei zuletzt jedoch immer schwerer geworden, räumte Müller ein.

Interesse lässt nach

Gehörten vor zehn Jahren noch rund 35 Mitglieder mit CDU-Parteibuch zum „Wermsdorfer Land“, sind es heute 20 Frauen und Männer. Dabei sei es vor allem aus Altersgründen und wegen Wegzügen zum Schwund gekommen. Offenbar habe das Interesse selbst bei brennenden Themen nachgelassen, so Matthias Müller und erinnerte an eine von der CDU organisierte Veranstaltung zum Ärztemangel in Oschatz, zu der gerade einmal sieben Besucher kamen.

Matthias Müller, Bürgermeister der Gemeinde Wermsdorf: Quelle: Wolfgang Sens

Suche nach neuen Mitgliedern

Dennoch werde man sich weiter an der Basis einsetzen und auch versuchen, neue Mitstreiter zu gewinnen, so die neue Verbandsspitze kämpferisch, immerhin konnte bereits zur jüngsten Versammlung ein neues Mitglied begrüßt werden. „Dabei ist es viel schwieriger, sich langfristig für etwas zu engagieren, als sich einmal gegen etwas zu positionieren“, machte Müller deutlich. Hinzu komme, dass viele Menschen von Debatten in der Bundespolitik weniger berührt werden – und dann auch keine Lust hätten, selbst aktiv zu werden, gab Kerstin Krause zu bedenken: „Brennende Themen wurden bundespolitisch lange nur wenig bearbeitet.“

Zusammenarbeit mit Nachbarn

Er sehe es daher als eine Aufgabe des CDU-Gemeindeverbandes, die Meinungen in der Union „von unten nach oben“ zu prägen, sagte der Bürgermeister. „Wir wollen nach Dresden und Berlin weitergeben, was die Leute vor Ort bewegt. Unsere Anliegen sollen Gehör finden.“

Man wolle ein Ansprechpartner für die Menschen in Wermsdorf und Umgebung sein und kooperiere dabei auch mit den Christdemokraten in Oschatz, Liebschützberg und Cavertitz. Dies war in der Vergangenheit durchaus bereits erfolgreich. „Wir finden leichter Gesprächspartner in der eigenen Partei auf Landes- und Bundesebene und können uns auch auf kurzem Weg mit Fragen und Anregungen an Vertreter der eigenen Partei wenden“, beschrieb Kerstin Krause.

Sachentscheidungen im Gemeinderat

Parteibuch her oder hin – ihnen sei wichtig, kommunalpolitisch mit allen Vertretern im Gemeinderat gut zusammen zu arbeiten, versicherte der neue Vorstand. „Wir haben das Glück, dass sich gute Leute aller politischen Couleur gefunden haben, um in Wermsdorf gemeinsam Sachentscheidungen zu treffen“, so der Bürgermeister. Parteipolitik spiele im Gemeinderat aber ohnehin kaum eine Rolle.

Trotzdem soll auch bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr die CDU wieder stärkste Kraft im Gemeinderat werden. Dafür sollen neben bereits bewährten Kräften, die wieder antreten, auch neue Kandidaten geworben werden. „Unsere wichtigste Aufgabe wird sein, geeignete Leute anzusprechen, die sich mit den Grundsätzen der Union verbunden fühlen und sich gerne für die Gemeinde engagieren wollen“, kündigte Matthias Müller an.

Von Jana Brechlin

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