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Oschatz Wermsdorfer Chocolatier tüftelt an Bachpralinen
Region Oschatz Wermsdorfer Chocolatier tüftelt an Bachpralinen
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06:00 22.07.2016
Der Wermsdorfer Chocolatier Olav Praetsch hat sich bereits produzierte Muster sowie die Schokoladenform für die Bachpralinen gesichert. An der Rezeptur will er allerdings noch tüfteln.
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Wermsdorf

Jahrelang waren sie begehrte Souvenirs bei Leipzig-Besuchern und ein besonderes Geschenk für Naschkatzen – die „Bachpfeiffen“. Die langen Pralinen, die an eine Orgelpfeife erinnern und deren Verpackung mit dem Konterfei des einstigen Thomaskantors Johann Sebastian Bach geschmückt ist, verschwanden vor gut einem Jahr so nach und nach aus den Regalen. Grund: Dem Hersteller, einem großer Pralinenproduzenten, war die Auflage auf Dauer zu klein und so flogen die „Bachpfeiffen“ schließlich aus dem Sortiment. Jetzt könnte ein Wermsdorfer Leipzig die Bach-Pralinen zurückbringen: Chocolatier Olav Praetsch soll die extravagante Nascherei künftig produzieren.

Erdacht und vermarktet haben die „Bachpfeiffen“ die Leipziger Gewandhausmusiker Johann-Georg Baumgärtel (Schlagzeug) und Mathias Müller (Pauke). „Mit Johann-Georg Baumgärtel habe ich schon eine Weile, für seine Marke Johann Oberholz fertigen wir bereits edle Schokoladen und Pralinen wie die ’Dresdner Opernbälle’“, erzählt Praetsch. Da lag es nahe, dem Wermsdorfer Schoko-Spezialisten das Wiederaufleben der „Bachpfeiffen“ anzutragen. Die Form, in der die Pralinen im typischen Orgelpfeiffengewand entstehen, hat sich Olav Praetsch bereits gesichert. Bevor er tatsächlich loslegen könne, gebe es noch Gesprächsbedarf, seien verschiedene Details zu klären. „Zum Beispiel ist die Verpackung bisher in sehr großen Stückzahlen hergestellt worden. Da geht es um Mengen, die uns als kleinen Handarbeitsbetrieb überfordern. Dafür müssen wir noch eine Lösung finden“, nennt er eine Hürde, die es noch zu nehmen gilt.

Außerdem will der Wermsdorfer an der Rezeptur feilen, die Bachpralinen künftig erlesener machen. „Für uns kommen nur hochwertige Zutaten in Frage, künstliche Zusätze haben hier nichts verloren, das Produkt ist schließlich nicht auf lange Haltbarkeit ausgelegt.“ Ursprünglich handelt es sich bei den „Bachpfeiffen“ um eine Praline mit Kaffeeschokolade und Nougat. „In unserer kleinen Manufaktur können wir verschiedenes probieren, auch mal weiße Schokolade gießen und mit den Formen spielen“, freut sich Olav Praetsch, der seine Schokolade grundsätzlich selbst aus den Rohstoffen zusammenrührt und damit die Wermsdorfer Süßigkeiten herstellt. Dass es für die „Bachpfeiffen“ auch nach mehr als einem Jahr Pause Interessenten gibt, davon sind sowohl Gewandhausmusiker Baumgärtel als auch der Chocolatier überzeugt: „Die Nachfragen halten an, die Praline zu Ehren des großen Thomaskantors ist ein typischer Leipzig-Artikel.“ Sind alle Fragen geklärt und Kosten ermittelt, könnte die Flaute für die Freunde der Bach-Schoki vielleicht sogar noch in diesem Jahr beendet sein.

Von Jana Brechlin

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