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Oschatz Wermsdorfer Chocolatier tüftelt an süßen Trends
Region Oschatz Wermsdorfer Chocolatier tüftelt an süßen Trends
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00:23 12.02.2018
Chocolatier Olav Praetsch probiert gern neue Schokoladen-Varianten aus – und auch Möglichkeiten zur Vermarktung so wie jetzt mit dem Schokoladenkonzert. Quelle: Foto: Tom Schulze
Wermsdorf

Schokolade, soweit das Auge reicht: In der Chocolaterie von Olav Praetsch in Wermsdorf gibt es die süße Köstlichkeit in unzähligen Varianten. Praetsch setzt auf bewährte Kombinationen und kreiert dabei weiter neue Geschmacksrichtungen. Jetzt will der Unternehmer den Menschen noch mit Musik Lust auf Schoko-Genuss machen und veranstaltet zum ersten Mal in Wermsdorf ein Schokoladenkonzert.

Christiane Rommel und Band treten beim Schokoladenkonzert am 17. Februar in Wermsdorf auf. Quelle: Elisapark Music

Dafür hat er die Sängerin Christina Rommel und ihre Band

engagiert, die am 17. Februar im Ovalsaal von Schloss Hubertusburg auftreten. „Mit dieser Reihe ist Christina Rommel schon seit einigen Jahren erfolgreich unterwegs. Ich finde das Konzept, Musik mit Schokolade zu verbinden wirklich toll und hatte schon lange Lust, so etwas auch hier in Wermsdorf zu veranstalten“, sagt Olav Praetsch. Beginn ist am 17. Februar um 19.30 Uhr.

Mehr Veranstaltung im Schloss gewünscht

Dieser Abend für alle Sinne passe perfekt ins Schloss Hubertusburg, ist der Chocolatier überzeugt und verhehlt dabei nicht, dass ihm dort bisher einfach zu wenig passiere. Als Wermsdorfer und als Unternehmer wünsche er sich „viel mehr“ Veranstaltungen auf Hubertusburg – privat und öffentlich, in den Räumen und unter freiem Himmel. Auf diese Weise würden deutlich mehr Besucher kommen, ist Praetsch überzeugt. „Und damit steigen auch die Chancen, dass jemand dabei ist, der hier im großen Stil etwas aufziehen könnte“, fügt er hinzu.

Kostproben aus der Chocolaterie

Der Genussabend wie das geplante Schokoladenkonzert sei solange ein kleiner Schritt, um das Publikum zu begeistern und zu überzeugen – von Sängerin Christina Rommel, vom Schloss Hubertusburg und nicht zuletzt von den Produkten aus der Wermsdorfer Chocolaterie, denn auch wenn es für die Konzertreihe einen anderen Hersteller als Partner gibt, werden auch Kreationen aus dem Bischofsweg kredenzt. „Natürlich bieten wir unsere Schokolade zum Kosten an“, versichert Praetsch.

Pralinen aus der Wermsdorfer Chocolaterie. Quelle: Tom Schulze

Üblicherweise ist der Appetit auf das Naschwerk gerade überdurchschnittlich groß, weiß der Fachmann: „Im Winter, wenn es draußen kalt ist, mögen die Leute besonders gern Schokolade. Das ist im Sommer anders: Wenn es heiß ist, steigt das Verlangen nach Obst. Da geht dann allenfalls Schokoladeneis“, hat er beobachtet. Dass sich so mancher nach der Weihnachtsschlemmerei jetzt lieber zurückhält und außerdem die Fastenzeit vor der Tür steht, macht Olav Praetsch keine Sorgen: „Schokolade geht immer.“

Chili-Schokolade ist etabliert

Damit dass so bleibt, tüftelt der Chocolatier ständig an neuen Rezepturen und Varianten. Manches seien kurze Trends, anderes werde ein feste Größe. Chili-Schokolade sei so ein Fall. „Vor zehn Jahren war das ein absolutes Novum, heute gehört die Tafel ganz selbstverständlich ins Sortiment“, freut sich der Unternehmer. Das Bemühen um gesunde Ernährung fordert auch die Branche.

Naschwerk aus Algen

So kommt seit kurzem aus der Manufaktur am Wermsdorfer Bischofsweg eine Schokolade aus Spirulina-Algen und gepufftem Amaranth. „Die haben wir gerade auf der Süßwaren-Messe vorgestellt. Junge, gesundheitsbewusste Kunden wollen so etwas.“ An sich sei Schokolade nichts Ungesundes, betont Olav Praetsch: „So ein Stück Zartbitterschokolade ist etwas richtiges Gutes.“ Und wie überall gelte auch hier, in Maßen zu genießen.

Mixtur mit Rote Beete und Kürbis

Wenn das Frühjahr näher rückt, wandern Sorten wie „Zitronencrisp“ im Regal nach vorn. Außerdem werden die Tafeln dieses Jahr bunter. „Mit Farben zu arbeiten ging lange nur synthetisch, mittlerweile gibt es aber richtig gute Rohstoffe aus färbenden Lebensmitteln wie Rote Beete, Kürbis oder Minze – damit kann man herrlich spielen“, kündigt er an.

Von Jana Brechlin

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