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Oschatz Wermsdorfer Feuerwehr beendet Ausflug einer Schwanen-Familie
Region Oschatz Wermsdorfer Feuerwehr beendet Ausflug einer Schwanen-Familie
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09:06 22.09.2017
Da hat der Ausflug ein Ende: Feuerwehrleute begleiten die Schwäne zurück an den Tiefen Teich. Quelle: Claus Wappler
Wermsdorf

Wenn die Wermsdorfer Feuerwehr ausrückt, muss jeder Handgriff sitzen und zügig erledigt werden. Am Mittwoch hatten die Kameraden aber einen Spezialeinsatz, bei dem vor allem Ruhe gefragt war und hektische Bewegungen vermieden werden mussten. Eine Schwanenfamilie hatte sich zu einem Ausflug in den Ort aufgemacht und war vom Tiefen Teich bis zur Clara-Zetkin-Straße gekommen. Die Tiere kümmerten sich dabei nicht um den Autoverkehr oder Vorfahrtsregeln, sondern spazierten munter auf die Ortsdurchfahrt.

Neugierig spazieren die Schwäne durch Wermsdorf bis sie zur Ortsdurchfahrt gelangen. Quelle: Claus Wappler

Zuerst wurde deshalb die Polizei gerufen, die schließlich die freiwillige Feuerwehr um Hilfe bat. Als der Alarm 16.20 Uhr einging, rückten zwölf Frauen und Männer der aktiven Gruppe aus. Tanklöschfahrzeug, Blaulicht und Sirene waren überflüssig – hier war lediglich eine fürsorgliche Begleitung gefragt, damit die fünf Schwäne ihren Ausflug unbeschadet überstanden. „Wir haben eine Gasse gebildet und so die Tiere langsam und freundlich dazu gebracht, wieder kehrt zu machen“, beschreibt es Wehrleiter Carsten Köhler.

Kameraden spazieren mit Schwänen zum Teich

Vermutlich hatten die Schwäne ihrerseits genug von dem kleinen Abenteuer, denn sie ließen sich bereitwillig von den Kameraden aus dem Ort eskortieren. Anwohner Claus Wappler hat die seltene Gelegenheit genutzt und den illustren Zug im Foto festgehalten. „Das war sicher ein lustiges Bild“, meint auch Carsten Köhler. Man habe die Tiere bis an den Tiefen Teich geleitet: „Dort sind die Schwäne ins Wasser gestiegen, haben sich noch einmal kurz zu uns umgedreht, als würden sie sich bedanken, und sind zu ihren Kumpels geschwommen.“

Erinnerung an Kälbchen-Besuch in Bankfiliale

Für die Wermsdorfer Wehr war das nicht der erste tierische Einsatz: 1994 mussten sie ein Kälbchen, das sich in die örtliche Bankfiliale verirrt hatte, behutsam vom Geldautomaten wegführen und wieder dem Bauern übergeben. „Da muss man ruhig bleiben, dann geht das“, weiß Carsten Köhler, „bei den Schwänen hat es jedenfalls gut geklappt.“

Von Jana Brechlin

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