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Oschatz Wermsdorfer Feuerwehrleute bekommen mehr Aufwandsentschädigung
Region Oschatz Wermsdorfer Feuerwehrleute bekommen mehr Aufwandsentschädigung
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06:00 30.04.2016
Ein Ehrenamt mit Verantwortung – die Arbeit in der Feuerwehr Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Ein bisschen mehr Entschädigung für ein großes Paket Verantwortung – so könnte man die Diskussion um die Feuerwehrentschädigungssatzung im Wermsdorfer Gemeinderat am Donnerstag zusammen fassen. Deren Anpassung war ebenso wie der neuerliche Beschluss zur Feuerwehrsatzung notwendig geworden, weil sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Ortswehren von acht auf sechs reduziert hatte.

So sind die verbliebenen Calbitzer Helfer in die Reihen der Malkwitzer Kameraden gewechselt, und Gröppendorfer Feuerwehrleute gehören mittlerweile zur Mahliser Wehr. Damit hätten die Kosten für die monatlichem Aufwandsentschädigungen zusammengestrichen werden können. „Wir wollten das Budget aber nicht verringern, sondern schlagen stattdessen eine neue Verteilung vor“, sagte Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Demzufolge sollen die Ortswehrleiter jeweils 35 Euro im Monat erhalten (bisher überwiegend 25 Euro) und ihre Stellvertreter jeweils 23 Euro anstatt bisher zwischen 15 und 20 Euro. Etwas höher sind die Entschädigungssätze für die Feuerwehr Wermsdorf. Hier bekommt der Wehrleiter künftig 55 Euro monatlich (bisher 45), der Stellvertreter 40 Euro (bisher 35). Grund dafür sei, dass Wermsdorf als Hauptwehr bei jeder Alarmierung im Gemeindegebiet ausrücken müsse und deshalb entsprechend stärker belastet werde, so Müller. Gleich bleiben die Sätze für die Jugendwarte in allen Wehren (zehn Euro /Monat) und deren Stellvertreter (fünf Euro/Monat).

Vor allem wenn es um das Leben der Menschen geht, haben Feuerwehrleute viel Verantwortung. Hier handelt es sich „nur“ um eine Übung an der Grundschule Calbitz. Quelle: Dirk Hunger

„Uns ist bewusst, dass die Kameraden eine hervorragende Arbeit leisten und viel Freizeit für das Gemeinwohl opfern – mit Geld ist das nicht aufzuwiegen, das ist ein symbolischer Beitrag und wird der Arbeit nicht gerecht“, so Müller. Gemeinderätin Ursula Fritzsche (SPD) regte an, grundsätzlich über die Höhe der Entschädigungen nachzudenken: „Die Beiträge erscheinen mir zu niedrig angesichts der geleisteten Arbeit.“ Dabei verstehe sie, dass nicht „massenhaft“ verteilt werden könne, „aber das ist bescheiden“. Bürgermeister Matthias Müller unterstrich, dass die neue Regelung mit den Wehrleitungen beraten und von diesen einstimmig befürwortet worden war. Für eine Diskussion über höhere Entschädigungssätze sei er jedoch offen: „Darüber können wir bei der Haushaltsplanung für 2018 beraten.“

Grundsätzlich haben die Kommunen Hoheit über diese Sätze, die Sächsische Feuerwehrverordnung schlägt dafür lediglich Obergrenzen vor. Demnach könne Wehrleitern ihr Aufwand mit monatlich maximal 120 Euro entschädigt werden – deutlich mehr als die meisten Städte und Gemeinden ihren Kameraden zahlen.

Von Jana Brechlin

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