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Oschatz Wermsdorfer Gundolf Schmidt berichtet von Begegnungen auf dem Lutherweg
Region Oschatz Wermsdorfer Gundolf Schmidt berichtet von Begegnungen auf dem Lutherweg
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06:00 24.10.2017
Gundolf Schmidt Quelle: Foto: Dirk Hunger (Archiv)
Wermsdorf

Im Sommer vergangenen Jahres bereisten Geschichtslehrer Gundolf Schmidt und sein Kollege Jürgen Gericke den Lutherweg in Sachsen mit dem Fahrrad. Die Begegnungen und Erfahrungen führten zum mehrteiligen Projekt „Expedition Lutherweg“. Am Sonntag ist Gundolf Schmidt mit Teil 2 in Wermsdorf zu Gast. Die OAZ sprach vorab mit ihm.

Wann sind Jürgen Gericke und Sie zu dieser Expedition unterwegs gewesen?

Wir waren mit dem Fahrrad zehn Tage unterwegs, und das im Juli 2016 zur größten Hitze. Doch die Expedition hörte nie auf. Immer wieder kamen neue Veranstaltungen oder Interviews dazu. Im Januar 2017 wurde der Film begonnen und es kamen immer wieder Sequenzen dazu. Jetzt sind es vier Teile und knapp sechs Stunden Laufzeit.

Wäre das Projekt auch ohne Reformationsjubiläum zustande gekommen?

Es passte gut in den Zeitplan, ich durfte ja wegen der Geburt meiner Enkelin Sachsen nicht verlassen. Der Lutherweg dreht sich ja immer im Umkreis von Leipzig. Selbstverständlich kam bald die Idee eines Vortrages auf und da spielte das Jubiläum tatsächlich eine Rolle. Denn wer will sonst schon was über den Lutherweg sehen? Übrigens bisher waren es rund 300 Besucher bei 19 Veranstaltungen von Delitzsch bis Zwickau.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Jürgen Gericke zustande ?

Mein Kollege und Freund Jürgen Gericke ist auch Geschichtslehrer und arbeitet in Wiederitzsch an der Oberschule. Ansonsten ist er bekennender Christ und fand die Idee, die 550 Kilometer Wanderweg mit dem Fahrrad zu fahren, nicht verkehrt. Es war auch nicht unsere erste gemeinsame Radtour.

Was lernt ein Atheist wie Sie auf dem Weg?

Ich habe gelernt, was eine evangelische Kirche zu einer evangelischen Kirche macht: Kanzel in der Mitte und vor allem die Kirchenbänke machen den Unterschied. Ansonsten habe ich bei den vielen Interviews und Begegnungen sehr viel Fachliches und Menschliches kennen gelernt. Ob es nun der Pfarrer Pecusa aus Delitzsch, die Maler Horning und Pohlenz oder Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth aus Torgau waren – bei allen habe ich viel Neues und Schönes erfahren. Ich habe Sachsen neu entdeckt.

Gibt es auch an den Glauben gebundene Dinge, die man auf der Tour voneinander lernt?

Ja, ich habe nach vielen Jahren wieder christliche Lieder gesungen, die Mithörer mögen mir verzeihen. Glauben, Reformation und Martin Luther gehören schon zusammen, aber es gibt für mich viele Teilbereiche der Reformation, die ich für gut befinde, obwohl ich nicht an Gott glaube.

In der Ankündigung ist von besonderen Begegnungen mit Menschen die Rede. Welche sind das?

Die besonderen Menschen waren wirklich wie Perlen an einer Schnur, die da Lutherweg heißt. Ob es nun der Pfarrer in Reichweite Frank Phillips aus Sitzenroda, Frau Dr. Haese alias Katharina von Bora oder Andreas Lobe und Herr Schirmer aus Mügeln waren.Diese Reihe setzt sich fort mit der Theatergruppe Neue Wasser aus Borna mit Michael Portkowiak an der Spitze,die jedes Jahr ein Lutherspiel aufführen und wird wohl auch nicht sofort enden. Interview: Christian Kunze

Expedition Lutherweg: Am Sonntag, dem 29. Oktober, ab 14 Uhr im Gasthaus Zum Goldnen Hirsch. Eintritt frei.

Von Christian Kunze

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