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Oschatz Wermsdorfer Horstseedamm wird ab April zur Baustelle
Region Oschatz Wermsdorfer Horstseedamm wird ab April zur Baustelle
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06:00 20.02.2016
Noch rollt der Verkehr auf dem Horstseedamm. Ab April wird hier voraussichtlich wieder gebaut. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Noch rollt der Verkehr über zwei Spuren auf dem Horstseedamm. Doch im Frühjahr sollen hier die Bauarbeiten beginnen. Dann wird der vierte und letzte Abschnitt der Wermsdorfer Ortsumgehung realisiert. Seit dem ersten Spatenstich im Mai 2013 ist bereits ein Großteil der Umfahrung gebaut worden, jetzt fehlen die letzten 550 Meter.

Wie Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilt, sollen, sobald es die Witterung zulässt, auch die letzten Arbeiten am 3. Bauabschnitt – das betrifft den Bereich um die Göttwitzkurve – erledigt werden: Einbau der Asphaltschichten an Radweg und Anliegerstraße, Einfriedung an den Rückhaltebecken, Gestaltung der Flächen entlang des Baufeldes sowie Schutz- und Leitsysteme für Tiere und Markierungsarbeiten, zählt die Sprecherin auf.

Horstseefischen findet wie geplant statt

Für die Leistungen auf dem Horstseedamm würden aktuell die Auftragsvergaben laufen. „Sofern es reibungslos verläuft, könnten die Arbeiten im April beginnen und wären dann bis September auszuführen“, kündigt sie an. Für Freunde des Horstseefischens bedeutet das: Das traditionelle Abfischen am ersten Wochenende im Oktober kann wie gewohnt ohne Einschränkungen stattfinden.

Erledigt werden soll bis zum Spätsommer der Straßenbau auf der S 38 auf dem Damm einschließlich der Einmündung nach Reckwitz. Dabei soll auch die Lücke des Geh- und Radweges neben der Fahrbahn geschlossen werden. Zudem müssen Leitungen verlegt, Schutzplanken aufgestellt sowie Markierungs- und Beschilderungsarbeiten erledigt werden. Unter dem Damm zwischen dem Horst- und dem Döllnitzsee werden Schutzzäune für Otter und Durchlässe für Amphibien gebaut. Die gute Nachricht für Pendler: Während der Bauarbeiten wird es keine Umleitungen geben, auf eine Vollsperrung soll verzichtet werden. Das heißt allerdings auch, für den Fahrtweg mehr Zeit einplanen, denn wie Isabel Siebert mitteilt, soll der Verkehr während der Bauzeit abschnittsweise einspurig oder über Baustraßen geleitet werden.

Rund 20 Millionen für Umfahrung

In die Wermsdorfer Ortsumfahrung investiert der Freistaat Sachsen rund 20 Millionen Euro. 75 Prozent davon kommen als Fördergelder von der EU. Das Großprojekt ist gegliedert in zwei Teile: In 2250 Meter, die um Wermsdorf führen und den Ausbau der Staatsstraße S 38 zwischen Wermsdorf und Mutzschen. Für letzteren Abschnitt entstanden rund 1200 Meter auf der bereits bestehenden Trasse, und 2240 Meter wurden auf neuer Strecke gebaut.

Von Jana Brechlin

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