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Wermsdorfer Hubertuskapelle erstrahlt 2007

25 Jahre OAZ Wermsdorfer Hubertuskapelle erstrahlt 2007

Darauf hatten die katholischen Christen in der Region Wermsdorf lange gewartet. Im November 2007 wurde die Schlosskapelle im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg nach aufwendiger mit einem Festgottesdienst eingeweiht. Besonders beeindruckend ist das restaurierte Deckengemälde.

Von einem rund 13 Meter hohem Gerüst aus werden das Deckenbild und weitere Kunstwerke in der Schlosskapelle Hubertusburg restauriert.

Quelle: Dirk Hunger

Wermsdorf. Vor 25 Jahren hatten die Leser die erste OAZ in den Händen. Begleitend will die OAZ mit einer Erinnerungs-Serie auf Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Heute geht es um die Einweihung der frisch sanierten Hubertuskapelle in Wermsdorf im Jahr 2007.

Am 3. November 2007 wurde in der Schlosskapelle erstmals eine Hubertusmesse gefeiert. Sie markierte den Abschluss der Sanierungsarbeiten an diesem Gotteshaus, dem einzigen nicht der Plünderung 1761 zum Opfer gefallenen Teil des Schlosses Hubertusburg. Die Besucher der Messe konnten einen ganz besonderen Gast begrüßen.

„Es war ein herzliches Wiedersehen, das der Wermsdorfer Ehrenbürger Hermann Scheipers am Wochenende in Wermsdorf mit den Christen der katholischen Gemeinde feiern konnte. Nachdem er bereits als junger Kaplan im Ort seinen Dienst tat, werden seine Besuche immer freudig erwartet“, berichtete die Oschatzer Allgemeine aus diesem Anlass. Der damals amtierende Wermsdorfer Bürgermeister Wilfried Claus begrüßte ihn mit den Worten „Dass Herr Scheipers in Wermsdorf die Hubertusmesse mitfeiert, ist eine große Ehre für uns.“ Da hatte Scheipers noch knapp neun Jahre zu leben. Er starb am 2. Juni 2016.

Geweiht wurde die Schlosskapelle am 11. November 2007. Bischof Joachim Reinelt, der diesen Akt vornahm, sagte damals der OAZ: „Ich freue mich, dass die schönste Rokoko-Schlosskapelle Sachsens wieder in ihrem Glanz erstrahlt. Es ist ein Gotteshaus, und so hoffe ich, dass viele Menschen kommen mögen, nicht nur um es anzuschauen, sondern auch um zu beten und Gott zu loben und zu danken.“

Über ein Jahr hatten sich hier Bauleute und Restauratoren unter der Regie des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements die Klinke in die Hand gegeben. Im Mai 2006 begannen die Restauratoren und Vermesser mit den Vorbereitungen im Gotteshaus.

Im Juli wurde zunächst der Holzfußboden erneuert, bevor der gesamte Innenraum restauriert wurde. Dabei musste der Stuck gesäubert werden. Einige Figuren, die 1945 von Soldaten zerschossen worden waren, wurden repariert und vor allem das Deckengemälde mit der Jagdszene restauriert. Dazu war im Innenraum ein rund 2000 Quadratmeter großes, rund 13 Meter hohes Gerüst aufgebaut worden. Für die Sanierung wurde vom Freistaat rund eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Der Freistaat Sachsen hat seit der Wende immer wieder in das Schloss Hubertusburg und die römisch-katholische Kapelle investiert. Neben der Sanierung des Innenraumes standen dabei unter anderem die Restaurierung des Beichtstuhles (2011) und der Fürstenloge (2015) auf dem Programm. Dabei wurde nicht nur historische Substanz erhalten. Bei den Bauarbeiten wurden auch neue Standards umgesetzt. So wurde der Brandschutz verbessert und der Fluchtweg neu mit Brandmeldern überwacht.

Bisher in der Serie erschienen:

 

„Erster Spatenstich für neue Turnhalle in Wermsdorf“ (2011)

„Volle Kanne: Oschatz 2009 auf dem Weg zum Weltrekord“ (2009)

„Wurde das Bernsteinzimmer in Wermsdorf versteckt?“ ( 2007)

„1993: Sowjet-Soldaten ziehen ab und hinterlassen explosives Erbe“ (1993)

„1999: Caroline wird erste Miss Oschatz“ (1999)

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Die Schlosskapelle war das einzige Gebäude, dass 1761 der Plünderung von Schloss Hubertusburg entging. Allerdings ging der Zahn der Zeit nicht spurlos an diesem römisch-katholischen Gotteshaus vorbei. Im Jahr 2006 stand Geld für eine Restaurierung zur Verfügung. Ein Jahr später, zur Hubertusmesse am 3. November, stand die Schlosskapelle der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung.

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Von axel kaminski

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