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Oschatz Wermsdorfer Kinderklinik will Bereich Psychosomatik ausbauen
Region Oschatz Wermsdorfer Kinderklinik will Bereich Psychosomatik ausbauen
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00:34 21.05.2018
Chefarzt Michael Borte eröffnet den Stammtisch Pädiatrie im Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf. Quelle: Foto: J. Brechlin
Wermsdorf

Der neue Chefarzt setzt eine bewährte Reihe fort: Seit Jahresbeginn leitet Professor Dr. Michael Borte die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Fachkrankenhaus Hubertusburg und hat erstmals in dieser Funktion den Stammtisch Pädiatrie in Wermsdorf eröffnet. Dieser sei eine gute und wichtige Einrichtung und solle deshalb auch fortgeführt werden, sagte er zu Beginn. In der Ergotherapiezentrale des Fachkrankenhauses, das zum Leipziger Klinikum St. Georg gehört, waren dazu Kinderärzte aus der Wermsdorfer Abteilung, niedergelassene Kollegen sowie Pflegepersonal und Therapeuten versammelt, um sich zu informieren und zu aktuellen Fällen auszutauschen. Eingeladen hatte neben dem neuen Chefarzt die Leitende Oberärztin Dr. Birgitt Meier sowie Dr. Juliane Donaubauer, die in Dahlen eine Praxis für Kinder- und Jugendmedizin betreibt.

Der Chefarzt der Kinderklinik Michael Borte Quelle: Axel Kaminski

Michael Borte ist als Chefarzt auch für die Standorte Eutritzsch und Grünau zuständig. Er betonte, das biete für alle Kliniken Vorteile durch einen engen Austausch. „Ich habe hier ein hochmotiviertes Team von hervorragenden Ärzten und Schwestern vorgefunden“, sagte er über seinen Start in Wermsdorf. Der Stammtisch Pädiatrie solle der Verknüpfung zwischen den niedergelassenen Ärzten und der Klinik dienen: Wenn Mediziner wissen, welche Möglichkeiten das Fachkrankenhaus biete, könne den Patienten gezielter geholfen werden.

In dem Zusammenhang kündigte Borte an, den Schwerpunkt Psychosomatik am Standort künftig noch stärker auszubauen. Hier helfen die Wermsdorfer Experten, wenn Ängste und Sorgen bei Kindern und Jugendlichen zu körperlichen Symptomen führen. Dann werden auch Psychologen und Therapeuten zur Behandlung hinzugezogen.

Die Leitende Oberärztin Dr. Birgitt Meier (l.) beim Tag der offenen Tür der Kinderklinik. Quelle: Bärbel Schumann

Wie man den Beschwerden von jungen Patienten auf den Grund gehen kann, schilderte anschließend Dr. Marlen Zurek. Die Kindergastroenterologin hat bei ihrer Arbeit im Klinikum St. Georg nahezu täglich mit Mädchen und Jungen zu tun, die wegen Bauchschmerzen in der Sprechstunde vorgestellt werden. „20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben in längeren Phasen Bauchschmerzen“, machte sie deutlich und fügte hinzu: „Das beeinträchtigt die Lebensqualität der Kinder deutlich.“ Schulfehlzeiten, soziale Isolation und Ängste bis hinzu Depression könnten die Folge sein. Zurek gab Hinweise, auf welche Warnsignale zu achten ist und wie zwischen organischen Ursachen und psychosomatischen Störungen unterschieden werden kann.

Von Jana Brechlin

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