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Oschatz Wermsdorfer Oberschule: Mini-Windrad sorgt für frische Brise im Unterricht
Region Oschatz Wermsdorfer Oberschule: Mini-Windrad sorgt für frische Brise im Unterricht
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00:37 04.07.2015
Experiment mit Mini-Windrad: Mit praktischen Versuchen vertiefen die Schüler ihr Wissen über regenerative Energie. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Von Jana Brechlin

Jetzt konnten die Jugendlichen aus den 7. und 9. Klassen ihre Kenntnisse aber auch ganz praktisch unter Beweis stellen.

Dazu wurden kleine Solarzellen in Mini-Fahrzeuge eingebaut, rotierten Windräder auf Schultischen und zeigten elektronische Messgeräte die Leistung bis auf die letzte Kommastelle genau an - Experimente vom Feinsten. Lehrerin Evelyn Rischke, die sonst Physik unterrichtet, hat dafür den Future-Truck der Technischen Universität Chemnitz an die Schule geholt. In einem Laster ist ein hochmodernes Labor installiert, außerdem bringen die Chemnitzer Experimentierkoffer mit, mit denen dann die Mädchen und Jungen in ihren Klassenzimmer arbeiten können. "Wir arbeiten im Unterricht auch mit Versuchsanleitungen, aber der Truck ist so gut ausgestattet, damit werden Versuche möglich, die wir hier gar nicht bieten können. Das Material ist einfach zu teuer", muss sie einräumen. Umso mehr freue sie sich, dass es zum wiederholten Male gelungen sei, das Chemnitzer Projekt nach Wermsdorf zu holen.

Veronika Mühlhausen leitet den Future Truck und ist das ganze Jahr über an Schulen im Freistaat unterwegs. "Wir stimmen vor unseren Besuchen mit den Einrichtungen gezielt ab, was gefragt ist, damit wir den Unterrichtsstoff dann auch ganz praxisnah vertiefen können", erklärt sie. Themen wie Motortechnik oder regenerative Energien, um die es jetzt in Wermsdorf ging, seien immerhin Prüfungsstoff. Da sei es gut, wenn die Schüler nun ganz praktisch ihr zuvor im Unterricht erworbenes Wissen überprüfen können. Der Bedarf für das Angebot der TU Chemnitz sei konstant groß. "Experimentierkoffer für jeweils 2500 Euro kann sich keine Schule anschaffen - vor allem, wenn die Ausrüstung dann nur zweimal im Jahr für Experimente gebraucht wird", weiß die Leiterin.

Wermsdorfer Schüler wie Dennis Großmann, Richard Horn oder Jonas Kucke jedenfalls wissen die zur Verfügung gestellte Technik zu schätzen. Sie haben eine Glühbirne, eine Energiesparlampe und LEDs angeschlossen und untersuchen bei allen drei Lichtquellen Faktoren wie Leistung, Helligkeit oder Temperatur, um herauszufinden, womit am effektivsten beleuchtet werden kann. Konzentriert arbeiten die Schüler, und nach den Messungen und der Auswertung der Protokolle ist klar: "Die LEDs sind am besten. Diese Leuchtmittel verbrauchen die wenigste Energie und strahlen im Vergleich dazu am hellsten", fasst Jonas Kucke das Ergebnis zusammen.

Brechlin, Jana

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