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Oschatz Wermsdorfer Schüler diskutieren über Rohstoffverbrauch und Klima
Region Oschatz Wermsdorfer Schüler diskutieren über Rohstoffverbrauch und Klima
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12:09 29.05.2018
Michael Geisler vom Netzwerk Germanwatch sprach mit Wermsdorfer Achtklässlern darüber, wie sehr unser Lebensstil anderswo Ressourcen verbraucht. Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Wermsdorf

Nahezu jeder in der Wermsdorfer Oberschule hat ein Smartphone dabei. Ist schließlich praktisch, so ein Gerät. Was das eigene Handy aber mit Arbeitsbedingungen in China oder Umweltzerstörung in Afrika oder Südamerika zu tun hat, darüber kamen die Jugendlichen jetzt mit Michael Geisler ins Gespräch. Er gehört zum Netzwerk Germanwatch, das an Schulen zu Klima- und Rohstoffthemen informiert.

Vergleich mit Satellitenbildern

Besonders eindringlich wird das, wenn dazu Satellitenbilder aus vergangenen Jahren mit aktuellen Aufnahmen verglichen werden. „Normalerweise bauen wir deshalb immer auch eine Satellitenschüssel auf dem Schulhof auf, die uns aller 15 Minuten ein neues Bild liefert“, erklärte er vorab. Darauf mussten die technikbegeisterten Acht- und Neuntklässler in Wermsdorf allerdings verzichten: Die bauliche Anlage ließ keinen Empfang zu.

Gelernt haben die Schüler dennoch etwas über Klimaveränderungen, die Jagd nach Rohstoffen und Ressourcenverbrauch. „Das sind Themen, die ohnehin gerade im Geografieunterricht behandelt werden“, sagte Schulleiterin Kerstin Krause, „für die Schüler ist das heute eine Stunde der besonderen Art.“

Unesco macht Schulprojekt möglich

Erfreulich, dass etliche der Jugendlichen nicht nur begeisterte Smartphone-Nutzer sind, sondern auch wissen, welche Rohstoffe dafür gewonnen werden müssen und sogar, wie das geschieht. Dass in jedem Laptop-Gehäuse knapp vier Liter Erdöl stecken oder das Gold für Handys mit Hilfe von Säure aus Geröll gelöst wird, war aber für die meisten neu. Möglich werde dieser Unterricht im Rahmen der 2015 von der Unesco ausgerufenen Initiative „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, erklärte Kerstin Krause. Das Ziel: Junge Menschen für den Verbrauch begrenzter Ressourcen zu sensibilisieren.

Von Jana Brechlin

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