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Oschatz Wermsdorfer Wald bewirbt sich um bundesweite Auszeichnung
Region Oschatz Wermsdorfer Wald bewirbt sich um bundesweite Auszeichnung
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14:13 20.03.2018
Der Wermsdorfer Wald soll „Waldgebiet des Jahres“ werden – darum bewirbt sich jedenfalls der Forstbezirk Leipzig. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Leipzig/Wermsdorf

Der Wermsdorfer Wald könnte 2018 das „Waldgebiet des Jahres“ werden. Das hofft man zumindest im Forstbezirk Leipzig, zu dem das Areal gehört. Bis zuletzt wurde in der Behörde an der Bewerbung, für die heute die Frist abläuft, gefeilt.

Das „Waldgebiet des Jahres“ wird seit sechs Jahren vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) gekürt, der damit zum einen die Arbeit der Forstleute vor Ort honorieren und andererseits besonders vorbildlich und nachhaltig bewirtschaftete Wälder auszeichnen will. Der BDF besteht seit 1949 als forstpolitische, berufsständische und gewerkschaftliche Vertretung der Forstleute und Angestellten in allen Waldbesitzarten. In diesem Verbund sind rund 10 000 Mitglieder organisiert.

Verzierte Schutzhütten sind Kleinode im Wermsdorfer Wald. Quelle: Uwe Zabell

Zur Bewerbung um das „Waldgebiet des Jahres“ können Wälder aus ganz Deutschland eingereicht werden. Vor dem Frankenwald haben diesen Titel bereits der Küstenwald auf Usedom, der Berliner Grunewald, der Schönbuch bei Stuttgart, der Sollingwald in Niedersachsen und der Meulenwald in der Moseleifel erhalten. Und nächstes Jahr reiht sich dann der Wermsdorfer Wald in diese preisgekrönte Runde ein? „Das hoffen wir natürlich“, sagt Mandy Köppl, Sprecherin des Forstbezirkes.

Nach reiflicher Überlegung sei man überein gekommen, sich mit diesem Gebiet zu bewerben. „Der Wermsdorfer Wald ist jagdhistorisch bedeutsam, ein beliebtes Erholungsgebiet und wirtschaftlich sehr wertvoll. Außerdem arbeiten wir vor Ort mit verschiedenen Vereinen und Verbänden zusammen, das alles führt dazu, dass der Wermsdorfer ein sehr repräsentativer Wald ist“, nennt sie Gründe für die Bewerbung. Der Balanceakt, die unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen – so müsse das Gebiet Urlaubern und Ausflugsgästen genauso gerecht werden wie Jägern oder dem Holzerwerb – unter einen Hut zu bekommen, gelinge hier sehr gut. „Allerdings kennen wir die Mitbewerber noch nicht und wissen auch nicht, wie viele Waldgebiete überhaupt im Rennen sind.“

Geht der Titel nächstes Jahr tatsächlich an den Wermsdorfer Wald, können sich die Akteure vor Ort auf überregionale Aufmerksamkeit freuen. Üblicherweise geht mit der Verleihung der Auszeichnung eine Reihe von Aktionen einher. So gibt es zum Beispiel gemeinschaftliche Baumpflanzungen, geführte Wanderungen, Waldfeste für Kinder und Erwachsene oder Fotoexkursionen. Außerdem bietet dieser Titel einmal mehr Gelegenheit, auf die Bedeutung des Waldes und seine verschiedenen Funktionen hinzuweisen, heißt es dazu vom Bund Deutscher Forstleute.

Damit daraus in den Waldbeständen um Wermsdorf etwas wird, heißt es jetzt, die Daumen zu drücken. Der Sieger aus allen Bewerbungen wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres gekürt werden.

Von Jana Brechlin

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