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Oschatz Wermsdorfer fordern mehr Unterstützung für Schloss Hubertusburg
Region Oschatz Wermsdorfer fordern mehr Unterstützung für Schloss Hubertusburg
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09:14 10.08.2016
Blick in die katholische Schlosskapelle St. Hubertus. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

„Ein wiederbelebtes Schloss Hubertusburg wäre für die Tourismusbranche des gesamten Altkreises Oschatz und darüber hinaus genauso wertvoll wie die DHL-Ansiedlung für die Region Leipzig.“ Dieser Satz stammt von Matthias Müller (CDU). Der Wermsdorfer Bürgermeister unterstrich damit beim Jahresempfang der Gemeinde (wir berichteten) die Dringlichkeit, die Barockanlage dauerhaft als Museum zu nutzen. Klar, dass Müller die Gelegenheit nutzte, schließlich waren der Einladung zum Empfang Bundes- und Landespolitiker gefolgt. Außerdem war Claudia Brink an dem Abend in Wermsdorf – sie hatte die Sonderschau 2013 für die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) in Wermsdorf kuratiert. Viele schöne Erinnerungen habe sie an jene Monate, in denen die Ausstellung über 85 000 Besucher ins Schloss zog. „Da freut es mich, wenn sich die Gelegenheit ergibt, wieder einmal nach Wermsdorf zu kommen“, sagte sie.

Wer finanziert eine Präsentation?

Zwar hatten die SKD Bereitschaft signalisiert, erneut eine Präsentation im Schloss Hubertusburg auszustatten, angemessenes Material gebe es genug, so Dirk Syndram, Chef des Grünen Gewölbes. Aber irgendwer muss auch dafür bezahlen, wenn ein neues Museum eröffnet werden soll. In diesem Fall wäre das der Freistaat Sachsen, dem die Immobilie gehört – wenn nicht der Bund dafür in die Bresche springt. Den Akteuren in Wermsdorf wäre das egal, wenn endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Immerhin, so Matthias Müller jetzt, hätten die Gespräche zum Thema königliche Jagdresidenz Schloss Hubertusburg eine ganz neue Qualität erreicht. „Die gesamte Region steht mittlerweile hinter dem Thema und unterstützt unsere Bemühungen“, freut er sich. Auch die Vertreter im Bundestag Marian Wendt (CDU) und Daniela Kolbe (SPD) sowie die Abgeordneten in Dresden Frank Kupfer (CDU) und Volkmar Winkler (SPD) würden sich dafür einsetzen, dass das Schloss eine dauerhafte Nutzung erfährt.

Schloss Hubertusburg ist ein Zugpferd

Dass die Immobilie ein Zugpferd ist, beweisen die Führungen des Freundeskreises Schloss Hubertusburg, die jedes Wochenende angeboten werden: Diese nutzen Besucher regelmäßig auch ohne prächtige Ausstellung wie 2013 die Präsentation der SKD. „Wir staunen selbst manchmal darüber“, gestand Tilo Blamberg aus dem Team der ehrenamtlichen Gästeführer. Da die regelmäßigen Führungen offen sind für alle Interessenten und ohne Anmeldung angeboten werden, sei immer unklar, ob und wie viele Besucher tatsächlich kommen. Aber ausfallen müsse kaum ein Termin: „Es kommen immer Leute, die das Schloss interessiert und begeistert sind, was hier für ein Schatz ist.“ Mit einer präsentablen Schau könnten diese Zahlen gesteigert werden.

Von Jana Brechlin

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