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Oschatz Wermsdorfer leben überwiegend sicher
Region Oschatz Wermsdorfer leben überwiegend sicher
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13:10 08.05.2018
Einmal umgedreht – und das Geld ist weg. 84 Diebstähle wurden im vergangenen Jahr in Wermsdorf registriert. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wermsdorf

Die Straftaten im Freistaat sind im vergangenen Jahr gesunken. Laut Polizeistatistik gab es weniger Einbrüche und Autodiebstähle, allerdings mehr Rauschgiftdelikte. „Das sind die großen Zahlen, wir wollten aber einmal wissen, wie es konkret in unserer Gemeinde aussieht“, sagte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) zu Beginn der jüngsten Ratssitzung. Als Gäste konnte er den Leiter des Oschatzer Polizeirevieres Jan Müller sowie Andreas Krusche begrüßen, der als Bürgerpolizist auch für Wermsdorf zuständig ist.

Subjektives Sicherheitsgefühl oft anders

Bevor Jan Müller selbst mit Zahlen hantierte, wandte er sich an Ratsmitglieder und Gäste und versicherte: „Sie leben in der Gemeinde Wermsdorf gut und sicher.“ Das sei ein Fakt aufgrund der Statistik, auch wenn das subjektive Sicherheitsgefühl womöglich anders sei. Würden zum Beispiel binnen kurzer Zeit im Ort drei Autos aufgebrochen, spricht sich das herum und besorgt die Einwohner – auch wenn diese Häufigkeit sonst Seltenheitswert habe. Im Jahr 2017 wurden auf dem Gebiet der Gemeinde Wermsdorf 242 Straftaten registriert, von denen 167 aufgeklärt wurden. „Das ist eine Quote von 68 Prozent und damit spitze“, veranschaulichte der Revierleiter. 7,8 Prozent der Tatverdächtigen seien Nicht-Deutsche gewesen, ging Müller auf einen Fakt ein, zu dem es häufig andere Vorstellungen gebe.

Patienten spielen Rolle

Der Großteil der Taten – nämlich 185 – passierte im vergangenen Jahr im Hauptort Wermsdorf, die übrigen verteilen sich auf die Ortsteile, wobei in Luppa zum Beispiel 13 Straftaten in die Statistik eingeflossen sind. Ganz besonders sicher sind die Einwohner offenbar im Südosten der Gemeinde: „In Gröppendorf gab es statistisch dagegen null Straftaten“, trug Jan Müller vor.

Der Vergleich zu früheren Jahren relativiere sich bei genauer Betrachtung, da mitunter Delikte aus dem Vorjahr im aktuellen Jahr abgearbeitet werden. Neben Verkehrsunfällen – die meist mehr wahrgenommen werden – wurden die Polizisten aus Oschatz im vergangenen Jahr zum Beispiel wegen 84 Diebstählen nach Wermsdorf gerufen. In der Statistik tauchen auch 36 Fälle von Körperverletzung, 24 Sachbeschädigungen oder 16 Rauschgiftdelikte auf. Dabei würden die klinischen Einrichtungen im Ort „keine unwesentliche Rolle“ spielen, so Revierleiter Jan Müller. Von Straftaten seien also nicht nur Einwohner betroffen. Informiert werde darüber nur, wenn die Fälle tatsächlich eine Relevanz für die Öffentlichkeit haben. Das entspreche dem Wunsch, die Patienten in den Kliniken nicht zu stigmatisieren, befürwortete Bürgermeister Matthias Müller diese Strategie.

Auf Nachbarschaft achten

Für die Sicherheit in der Gemeinde könne jeder etwas tun, so Jan Müller: „Jeder kann auf sein Eigentum und auf die Nachbarschaft achten, und wenn etwas ist, sich dann bei uns melden“, empfahl der Revierleiter.

Von Jana Brechlin

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