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Oschatz Wermsdorfer pflegen traditionelle Schleppjagd
Region Oschatz Wermsdorfer pflegen traditionelle Schleppjagd
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00:18 06.09.2017
Die Hunde der Beaglemeute verfolgen eine künstlich gelegte Spur und führen so die Jagdmeute nach dem Start vor Schloss Hubertusburg an. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Wermsdorf

Solch ein Bild bekommen Besucher der Hubertusburg eher selten zu sehen: Reiter hoch zu Ross in adretter Kleidung, eine Meute Beagles, und mehr als ein Dutzend Kremser und Kutschen mit Menschen besetzt, wartet darauf, dass zur Schleppjagd geblasen wird. Ein Schauspiel, das an die glanzvollsten Zeiten von Schloss Hubertusburg erinnert, als der sächsische König zur Schleppjagd, fachmännisch auch Parforcejagd, einlud.

Fischkönigin Sarah Appenfelder war bei der Eröffnung der Jagd dabei. Quelle: Bärbel Schumann

Nach der Wende wurde dieses besondere Jagderlebnis wieder zum Leben erweckt und neu zelebriert. Seitdem ist die Veranstaltung ein Muss für all jene, die Jagd und Reiten in einer Einheit erleben wollen. Verantwortlich zeichnet dafür der Reit- und Fahrverein Wermsdorf mit seinem Vorsitzenden Georg Stähler an der Spitze.

Schon Wochen zuvor waren die Sitzplätze auf den mehr als ein Dutzend Kutschen und Kremsern vergeben, waren Frauen und Männer als Helfer eingeteilt, um auf der 25 Kilometer langen Strecke quer über Stoppelfelder, Wiesen und durch Wälder eine erlebnisreiche Schleppjagd zu organisieren. Noch ehe angeführt von Schleppführer Angela Stähler-Neumeister und den 40 Hunden samt Betreuer die Jagd begann, wurde der Tag traditionsgemäß mit einer Hubertusmesse in der katholischen Schlosskapelle begonnen. Musikalisch begleitet wurde diese wie auch die Schleppjagd selbst von den Tauchaer Parforcebläsern. Auch nach der Messe stimmten sie vor dem Schloss mit jagdlichen Klängen auf das bevorstehende Ereignis mit ihren historischen Instrumenten in gelbgoldener Uniform ein. Nach dem Segen formierten sich Reiter und Pferde, ehe sie mit etwas Verspätung aufbrachen.

Jagdgesellschaft und Besucher sammeln sich auf dem Schlosshof. Quelle: Bärbel Schumann

Vereinsvorstand Georg Stähler hatte zuvor die Jagdgesellschaft auf das vor ihr Liegende eingestimmt. Zudem konnte er die amtierende Fischkönigin Sarah Appenfelder begrüßen und gab Hinweise zum Ablauf der Jagd, wo ein Zwischenstopp oder eine Rast eingelegt wird.

„Das ist ein einmaliges Erlebnis. Das passt einfach zu diesem Schloss. Wir besuchen heute die Hubertusburg zum ersten Mal und freuen uns, dass wir dies miterleben dürfen“, erklärte Ingeborg Pietzsch aus Röhrsdorf, die mit ihrem Mann an diesem Tag Wermsdorf besuchte und den Termin nicht besser hätte treffen können.

Das Ehepaar musste mit den anderen Zaungästen dann eine Weile warten, ehe die Beaglemeute aus dem Hänger gelassen wurde. Ihr Bellen kündigte schon vorher an, dass die 40 Hunde, die zur Geiseltaler Beaglemeute gehören und für diese besondere Jagd extra ausgebildet werden, ihren Einsatz kaum erwarten konnten. Diesmal keine Runde auf dem Schlosshof extra drehend, reihte sich die Jagdgesellschaft ein und verließ durch eines der Tore neben dem Schloss das Gelände, gefolgt von Pferdekutschen und von Traktoren mit Kremsern.

Am Nachmittag nach erlebnisreichen Stunden zogen alle wieder im Schlosshof ein. Ein jagdliches Signal zeigte das Ende an. Da lag ein aufregender Tag hinter den Besuchern. Vor allem Teilnehmer von auswärts waren dann auch des Lobes voll für die Organisatoren des Reit- und Fahrvereins.

Von Bärbel Schumann

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