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Oschatz Werner Günther aus Schweta möchte wieder Kartoffelkönig in Ostrau werden
Region Oschatz Werner Günther aus Schweta möchte wieder Kartoffelkönig in Ostrau werden
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14:31 19.09.2017
Die Riesenkartoffel von Werner Günther bringt 1084 Gramm auf die Waage. Doch der Schwetaer hofft, dass sich bei der Ernte noch größere Exemplare finden. Quelle: Foto: Heinz Großnick
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Schweta

Er ist der Kartoffelkönig und hat für seine Riesenknollen beim Kartoffelfest in Ostrau schon etliche Preis eingeheimst. Werner Günther aus Schweta ist leidenschaftlicher Landwirt und das bereits seit 1991.

Ursprünglich als Dachdecker beschäftigt, musste sich der heute 66-Jährige infolge einer Berufsunfähigkeit neu orientieren und bewirtschaftet seither die vier Hektar Land, die er von seiner Oma erbte. Auf einem viertel Hektar hat er Kartoffeln der drei Sorten Laura, Anuschka und Vega, alle festkochend, angebaut und rechnet in diesem Jahr mit einer Ernte von etwa 200 Doppelzentnern. Zu Hause auf dem eigenen Hof wird ein Teil davon an Schweine, Hühner und Enten verfüttert. „Doch die guten Speisekartoffeln verkaufe ich von Haus aus. Sie sind besonders schmackhaft und werden kühl im Keller eingelagert. Da halten sie sich bis August nächsten Jahres“, weiß der Landwirt. Dass er von seinem Feld besonders schmackhafte Kartoffeln erntet, habe sich mittlerweile in der Region herum gesprochen. „Von Jahr zu Jahr kommen immer mehr Kunden“, freut sich Günther über den größer werdenden Zuspruch

Jetzt hat die Erntezeit begonnen. Seine zwei Traktoren der Marke Fend und Deutz, beide Baujahr um 1960, leisten dem Schwetaer dabei hervorragende Dienste. Die beiden Fahrzeuge hat er in Bayern erstanden, den angehängten Vorratsroder zur Kartoffelernte in Bamberg. Bis Ende September sollen alle Knollen vom Feld sein.

Vor drei Jahren schon einmal Kartoffelkönig

Auch in diesem Jahr möchte er wieder beim Kartoffelfest in Ostrau, das am kommenden Sonnabend stattfindet, mit von der Partie sein. Beim Wettbewerb „Wer hat die größte Kartoffel?“ ist der Schwetaer kein unbeschriebenes Blatt und stand in den vergangenen Jahren immer wieder auf dem Siegertreppchen. „Vor drei Jahren wog meine größte Kartoffel 1300 Gramm. Jetzt habe ich hier eine mit 1084 Gramm gefunden und hoffe, dass bei der Ernte noch etwas größere Expemplare zum Vorschein kommen.“ Immerhin hat er seinen Ruf als Kartoffelkönig zu verteidigen und das sporne ihn richtig an. Die Freude auf das Fest am Sonnabend steht dem Landwirt ins Gesicht geschrieben.

Doch nicht nur für seine großen Erdäpfel ist der Schwetaer bekannt. Auf dem Feld an der Mahriser Kreuzung hat er im vergangenen Jahr eine Riesenrübe mit einem stattlichen Gewicht von 17 Kilogramm geerntet. Die wurde dann zu Hause den Rindern als Futterrübe überlassen. Auch Mais, Gerste und Weizen wachsen in dem kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen, für das Ehefrau Ursula ein Gewerbe angemeldet hat. „Wenn sie im nächsten Jahr in Rente geht, dann bekommt das Land unser Sohn Matthias überschrieben“, kündigt Günther gegenüber der OAZ an.

Landwirtschaft aus Spaß an der Freude

Doch so lange es die Gesundheit zulässt, werde das Ehepaar den Sohn auch weiterhin bei der Arbeit tatkräftig unterstützen, denn die Landwirtschaft und die Haltung der Tiere betreiben die beiden Schwetaer schließlich „aus Spaß an der Freude.“

Von Heinz Großnick

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